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Und plötzlich geht es rasend schnell in Basel. Kurz nach 9 Uhr wird eine Medienkonferenz festgesetzt. Und lediglich vier Stunden später ist klar, dass Christian Gross in der nächsten Saison den FCB nicht mehr trainieren wird.
Nach zehn (!) gemeinsamen Jahren, vier Meistertiteln und vier Cupsiegen wird die Zusammenarbeit beendet. Dies, obwohl Gross noch einen Vertrag bis 2011 besitzt.
Schuld ist die verkorkste Saison, welche Basel ohne einen einzigen Titel beenden wird. Das ist viel zu wenig für einen Verein mit einem 30-Millionen-Budget und enorm hohen Ansprüchen.
Kommt die Trainer-Entlassung den FCB teuer zu stehen? Kaum. Es ist anzunehmen, dass die FCB-Verantwortlichen bei der Vertragsverlängerung von Gross in der Winterpause eine Ausstiegsklausel in den Vertrag gesetzt haben. Für den Fall, dass Gross in dieser Saison keinen Titel gewinnt.
«Es wird keinen Rosenkrieg geben. Es ist alles fair abgelaufen», sagt Gross an der Medienkonferenz. Gross: «Ich hätte meinen Vertrag gerne erfüllt. Es ist sehr schade.»
Am Freitag im Heimspiel gegen die Young Boys wird Christian Gross offiziell verabschiedet. Dann bekommt der erfolgreichste Schweizer Trainer Abschiedsblumen und die verdiente Würdigung. Verkorkste Saison hin oder her.
Es ist anzunehmen, dass Christian Gross nicht lange auf Jobsuche sein wird. Der Hamburger SV ist auf Trainersuche, nachdem Martin Jol zu Ajax Amsterdam abgesprungen ist. Bereits vor der Jol-Verpflichtung verhandelte Gross mit den Hamburgern. Zudem ist HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer öfters in Basel gesehen worden.
Mögliche weitere Vereine in der Bundesliga: Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach. Der 54-Zürcher schliesst aber auch ein Engagement in der Schweiz nicht aus. Gross: «Ich habe noch keine Idee, was ich in der nächsten Saison machen werde.»