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Die Disziplinar-Kommission der Swiss Football League hat in der entscheidenden Phase der Meisterschaft alle Hände voll zu tun.
Gestern sprach Einzelrichter Urs Studer FCB-Spieler Valentin Stocker frei. Offizielle Begründung: Er habe Stocker beim Tritt gegen St. Gallens Marc Zellweger keine Absicht nachweisen können. Dann sperrte Ersatzrichter Roy Darius Maybud YB-Abwehrboss Emiliano Dudar für sein Nachtreten gegen Aaraus David Marazzi für drei Spiele.
Jetzt steigt YB-Sportchef Alain Baumann auf die Barrikaden. Im «Blick» sagt Baumann: «Wir erwarten nun schon, dass im Fall Doumbia mit gleichen Ellen gemessen wird.»
YB-Topskorer Seydou Doumbia droht wegen seinem Ellbogenschlag an Martin Stoll eine Sperre. Denn von einem Losreissen nach einem Zweikampf, wie es Baumann formuliert, kann nicht die Rede sein. Das sieht auch Ersatzrichter Maybud so. Der Stellvertreter von Einzelrichter Urs Studer, der in den Ausstand trat, weil er von YB portiert ist, sagt zu Blick.ch: «Die TV-Bilder haben alle gesehen. Der Schlag ist klar ersichtlich. Die Bilder sprechen für sich.»
Ein erstinstanzliches Urteil will Maybud noch heute Abend fällen und spätestens morgen früh bekanntgeben. Zunächst will er aber noch die Stellungnahmen von Doumbia und Stoll abwarten. Die Frist läuft am Nachmittag ab.
Die Frage ist eigentlich nur noch, ob Maybud Doumbias Schlag wie im Fall Dudar nur als grobe Unsportlichkeit (drei Sperren) oder als Tätlichkeit (vier Sperren) taxiert. Eine allfällige Provokation von Stoll hätte dabei nur mildernden Charakter. Um eine Sperre wird der Ivorer aber nicht herumkommen, die Gemüter werden sich in Bern wohl weiter erhitzen.
Finden Sie die Entscheide in den Fällen Stocker und Dudar gerecht? Sollte Doumbia freigesprochen werden? Diskutieren Sie unten mit!