Der Totengräber des FC Aarau? Dieser Mann verhindert das neue Stadion

Ohne das neue Stadion hat der FC Aarau keine Zukunft. In letzter Sekunde hat ein Anwohner erneut Beschwerde eingereicht. BLICK hat den Querulanten aufgespürt.

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Anfang Juli scheint es Tatsache zu sein: Der FC Aarau bekommt ein neues Stadion. Endlich!

Schon 2007 sagt das Volk Ja zum Projekt im Torfeld Süd. Vor zwei Jahren wird das Baugesuch eingereicht. Das baufällige Brügglifeld soll endlich Geschichte sein. Und der FC Aarau wieder eine Zukunft haben. Ein schmuckes Stadion mit 10 000 Plätzen für 36 Millionen Franken.

Am 2. Juli läuft die Beschwerdefrist gegen die Stadionbewilligung ab. Es können nur noch diejenigen Beschwerde einreichen, die schon vor der Baubewilligung Einsprache erhoben haben. Drei von vier Einsprechern (u.a. der VCS) lenken ein und sind mit dem überarbeiteten Projekt einverstanden.

Die Aarau-Fans warten nur noch, dass die Beschwerdefrist abläuft und die Baubewilligung rechtskräftig wird. Spatenstich: im Herbst 2014. Und dann das!

Am 9. Juli gibt die Aargauer Staatskanzlei bekannt: «Gegen die Baubewilligung ist Beschwerde erhoben worden.» Ein Schlag ins Gesicht des Klubs, dessen Existenz am neuen Stadion hängt.

Der letzte Einsprecher hat bis zum letzten Moment gewartet. Alle Fristen ausgereizt, bis er seine Beschwerde gegen die Mantelnutzung deponiert. Und ganz Aarau fragt sich:

Wer ist der Mann, der zum Totengräber des Traditionsklubs werden kann? Franz L.* heisst er. Der 58-Jährige wohnt als Mieter in einem alten Haus auf dem Areal, auf dem das neue Stadion gebaut werden soll. Mehrmals erhielt er bereits eine Frist für seinen Auszug. Vorschläge für eine neue Unterkunft schlug er aus. Umso engagierter gibt er sich dafür als Leserbriefschreiber und Unterschriftensammler gegen das Stadion.

Auf BLICK-Nachfrage zu seiner Beschwerde sagt Franz L.: «Ich gebe keine Auskunft zu diesem Thema.»

Er agiert lieber aus dem Hinterhalt. Mit Erfolg! Denn seine Beschwerde verzögert den Stadionbau erneut massiv. Der Regierungsrat muss sich jetzt wieder damit beschäftigen, abklären, ob die Beschwerde fristgerecht eingereicht wurde. Die Stadt Aarau hat dem Kanton seine Beschwerdeantwort eingereicht und mitgeteilt, dass sie aus ihrer Sicht abzuweisen sei.

Publiziert am 20.08.2014 | Aktualisiert am 20.08.2014

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82 Kommentare
  • rene  spring aus Villigen
    20.08.2014
    Redet mit dem Mann, sucht ihm ein schönes Plätzchen macht man schliesslich für Asylanten auch. Wenn alles nichts nützt, Notrecht einführen! Es ist total undemokratisch und darf nicht sein, dass ein einzelner Mann ein solch gewichtiges Projekt zu Fall bringt!
  • Peter  Klauser aus Lufingen
    20.08.2014
    Ich erinnere mich da dunkel an die grösste CH-Stadt, welche mal ein Stadion von der Bank CS sozusagen geschenkt erhalten hätte, das Stimmvolk sagte logischerweise Ja. Dann gabs da den VCS und die Frau Gaby Petri, welche zusammen mit einigen dazu angestifteten Bewohnern dies zu verhindern wusste. In einer zweiten Lesung verhinderte das rote Stimmvolk das restliche war zu faul, um an die Urne zu gehen den Bau einer verkleinerten Stadionversion. Nun brauchts in Aarau einfach nur einen Mann ...
  • Willy  Gfeller 20.08.2014
    Hätte ja erstaunt, wenn der VCS nicht auch unter den Einsprechern gewesen wäre. Hat er auch hier eine Parkgebühr von 50 Rappen durchgesetzt wie bei Einkaufszentren?
  • Pascal  Meyer , via Facebook 20.08.2014
    Wieso sollte er ein Totengräber für den FCA sein? Ist sein gutes Recht, dass er Beschwerde einreichen kann... Von diesem hat er nun halt Gebrauch gemacht, was auch immer seine Beweggründe sind. Dass unser System so eingerichtet ist, das hat nicht er vermutlich nicht alleine bestimmen können...
  • Bruno  Köppel aus St.Gallen
    20.08.2014
    Demokratie ist grundsätzlich etwas Gutes. Durch die vielen Einsprachemöglichkeiten und langen Fristen wird sie in der Schweiz aber pervertiert.