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Höchststrafe, aber verdient: Der schlechteste Spieler der Schweiz

Pech für William Edjenguele (21), dass es keinen Preis für den schlechtesten Kicker der Liga gibt. Er wäre ihm sicher.

Von Benny Epstein | Aktualisiert um 09:34 | 07.10.2008
Schon gegen Zürich stolperte William Edjenguele im Stil eines Fünftliga-­Spielers übers Feld.
(Keystone)
Schon gegen Zürich stolperte William Edjenguele im Stil eines Fünftliga-­Spielers übers Feld.
(Keystone)
Was ist die absolute Höchststrafe für einen Fussballer? Bislang: Wenn der Spieler noch vor der Halbzeitpause ausgewechselt wird, weil er schlecht war.

Am Sonntag aber stieg der Begriff der Höchststrafe in eine bis anhin nicht gekannte Dimension: Beim Spiel von Xamax gegen die AC Bellinzona wurde der Neuenburger Trainer Nestor Clausen in der 34. Minute zu einem Wechsel gezwungen. Der linke Aussenverteidiger Hussein Sulimani musste verletzt vom Platz, für ihn kam William Edjenguele rein.

Jener Spieler, der schon vor Wochenfrist gegen den FC Zürich im Stile und mit der Häufigkeit eines Fünftliga-Kickers patzte, bis er zuletzt FCZ-Stürmer Alexandre Alphonse eine mustergültige Tor-Vorlage zum 0:3 lieferte.

Wie es dieser französisch-­kamerunische Doppelbürger je in die Kameruner U21-Nati geschafft hat, ist schleierhaft. Viel verständlicher ist dafür, weshalb Edjenguele beim B-Team von Le Mans (Fr) unter Vertrag war, bevor er im Sommer zu den Westschweizern wechselte.

Die zweite Mannschaft von Le Mans spielt schliesslich in der vierten fränzösischen Liga. Amateur-Fussball. Und genau dort gehört der Verteidiger auch hin.

Gegen Bellinzona spielte Edjenguele dermassen schwach, dass ihn Clausen schon in der Halbzeitpause wieder auswechselte, nur gerade elf Minuten nachdem er in die Partie eingriff!

Für Edjenguele kam prompt ein Xamaxien ins Spiel, der eigentlich nicht auf der linken, sondern auf der rechten Abwehrseite spielt. Egal, Hauptsache raus mit Edjenguele, muss wohl Nestor Clausens Devise gelautet haben.

Der Xamax-Trainer wollte seinen Spieler nicht in den Medien kritisieren und fragte BLICK nur: «Hätten Sie Freude, wenn Ihr Chef öffentlich über Ihre Fehler lacht?» Nein, danke. Doch die Auswechslung nach elf Minuten spricht für sich.

«Wir haben einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten, grosse Fussballer zu uns zu holen», klagte Clausen, seinerseits Weltmeister von 1986 mit Argentinien, nach der Pleite gegen den FC Zürich.

William Edjenguele besitzt bei den Neuenburgern einen Vertrag bis im Sommer 2010 – genug Zeit für einen Abstecher zu den Reserven von Xamax. Die spielen in der interregionalen 2. Liga, der vierten Liga der Schweiz. Amateur-Fussball.

Fast-Feedback

Auch die Blick.ch-Leser haben Ihren schlechtesten Spieler gekürt. Vielen Dank für die rege Teilnahme, das Fast-Feedback ist beendet.

Das sagen Blick.ch-Leser
Pipo, Reinach - 09:42 | 07.10.2008
» Chancentod EDUARDO vom FCB
Fan, Basel - 09:42 | 07.10.2008
» Alle Spieler von GC und FCZ.
Gilbert Gress, Zürich - 09:40 | 07.10.2008
» Mir fallen ein paar Namen ein: Silvan Aegerter, Davide Calla, Roland Schwegler, Sohn vom Geiger bi Sion, aber ebe, es git würkli es Paar blindi uf em Platz wo lieber d'Raichle Skischueh mondiert hettet...
Fan, sogennanter - 09:39 | 07.10.2008
» Jürgen Gjasul wer sonst??
Zone 2, Luzern - 09:38 | 07.10.2008
» Wieso einer? Wir haben sie alle. FCL
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