
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Christian Constantin fasste beim Debüt als Sion-Trainer gleich die Narrenkappe. Zu viel hatte er falsch gemacht.
Sion steckt nun tiefer im Abstiegssumpf denn je. Wäre CC noch immer nur Präsident, er hätte gehetzt gegen den Trainer und Aufstellung, Auswechslungen, System und Taktik kritisiert. Doch weil er nun auch Trainer ist, fand er nur harmlose Worte. «Das Team hat gearbeitet. Nach fünf und drei Gegentoren in den letzten beiden Auswärtsspielen war das eine Reaktion. Das ist positiv.» Positiv? Die Leistung einer Mannschaft, die fast nur mauert und während der gesamten 95 Minuten zu keiner Chance kommt? So verschieben sich die Perspektiven. CC hatte wie immer für alles eine Antwort bereit. Den besten Mann, Olivier Monterrubio, wollte er als Joker bringen, aber der Platzverweis von Nwaneri kam dazwischen. Monterrubio sei als Captain nicht abgesetzt. Wer die Binde trage, entscheide er von Spiel zu Spiel. Die Taktik sei auch nicht zu defensiv gewesen, immerhin liege Bellinzona den Wallisern überhaupt nicht.
Fehler über Fehler. Und es ging noch weiter: CC zog den schwachen und vor nicht allzu langer Zeit ausgemusterten Nwaneri Kali vor. Dominguez war als Sturmspitze eine Fehlbesetzung, zumal man einen Skorer wie Saborio im Kader weiss. Und, und, und…
Auch Goran Obradovic verstand die Welt nicht mehr: «Wir haben nicht nach vorne gespielt, waren bloss auf einen Punkt aus. Doch das können wir gar nicht.» Der Serbe hat aber längst aufgehört, die Dinge im Wallis zu hinterfragen. «Da darf man nicht darüber nachdenken. Hier überrascht einen gar nichts mehr. Nicht einmal, dass der Präsident Trainer wird. Dass es so weit kam, ist in Sion doch normal – nicht?»