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Sascha Kever lief am Samstag beim Rückrunden-Auftakt FCL – FCZ richtig heiss, verteilte insgesamt sieben gelbe Karten.
(Toto Marti)Was für cooler Auftritt von Schiri Sascha Kever (36) beim Rückrunden-Auftakt am letzten Samstag in der Tiefkühltruhe Swissporarena von Luzern. Während die Spieler über Atembeschwerden, taube Muskeln und blaue Zehen jammern, hüpft Kever bei minus 15 Grad im Kurzarmshirt und unfassbar knappen Höschen über den Platz.
Luzerns Neuer Moshe Ohayon kann es kaum fassen, spricht den Schiri auf sein Tenue an: «Entschuldigung, frieren Sie nicht?» Kever lacht, reibt sich die Arme mit Schnee ein und meint: «Nein, jetzt ist es gerade angenehm.»
Auch FCL-Präsi Stierli ist besorgt, bietet Kever einen langen Dress an. Der Schiri verrät: «Ich besitze gar keine Langarm-Version. Anfang Saison erhalten wir eine, aber ich tausche sie immer gleich gegen ein zweites Set mit kurzen Ärmeln.»
Alles bloss Show? Gibt sich der Ref cooler, als er wirklich ist?
BLICK besucht Kever in seinem Haus in Muzzano TI. Stolz zeigt er seinen Roller. Damit fährt der Bankkaufmann jeden Morgen zur Arbeit, egal wie kalt es ist. Auch seine Ferien sind speziell: «Wir waren in Lappland. Bei minus 25 Grad geht man da aus der Sauna in den halbgefrorenen See. Danach kann dich nichts mehr schocken.»
Ist Abhärtung also der Schlüssel zum Erfolg? «Das kann schon sein. Ich trainiere immer im kurzen Dress, drei- bis fünfmal pro Woche, auch im Schnee.»
Erkältung vorprogrammiert? Bei Kever nicht: «Ich kann mich nicht erinnern, wann ich letztmals krank war, obwohl ich zwei kleine Kinder habe und nur vier bis fünf Stunden pro Nacht schlafe. Ich gönne mir regelmässig einen Besuch im türkischen Bad, vielleicht liegt es daran.»
Das grosse Geheimnis liegt beim «Eisinator» allerdings im Kopf: «Bevor man auf den Platz geht, muss man einfach daran denken, dass es für alle gleich kalt ist. Und dann sollte man Spass haben. Da spürt man keine Kälte und hört keine Pfiffe.»
Die nächste Eis-Runde kann kommen!
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