
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Basel-Trainer Thorsten Fink hebt nie einen oder mehrere Spieler heraus. Der Deutsche sagt Sätze wie: «Wir sind als Mannschaft aufgetreten» oder «das Kollektiv hat hervorragend funktioniert». Wenn er aber über seine drei Topskorer spricht, gerät Fink ins Schwärmen: «Das sind natürlich Leute, die die Mannschaft mit sehr guten Leistungen anführen. Es sind drei Spieler, die momentan jedem Gegner Angst machen.»
Die Rede ist von Marco Streller, Alex Frei und Valentin Stocker. Nicht nur beim geilsten Spiel des Jahres, dem 5:4 in Luzern, waren sie die Sieg-Garanten. Streller war an allen fünf Toren beteiligt, traf wie Frei im Doppelpack. Stocker legte einen Treffer auf. Zusammen bilden die Schweizer derzeit das magische FCB-Dreieck!
Streller: «Nur noch Fussball und Familie»
Marco Streller (13 Liga-Einsätze, 9 Tore, 6 Assists): «Pippi» ist in der Form seines Lebens. Nicht nur aufgrund seiner Bilanz. Vom Laufpensum, das er am Sonntag zurücklegte, hätte er auch den Luzern-Marathon absolvieren können. «Ich lebe momentan nur für den Fussball und die Familie», beteuert Streller.
In der Vergangenheit sah man den Stürmer häufig im Ausgang. Seit der Geburt seines Sohnes Sean Lionn, der am Donnerstag ein Jahr alt wird, ist er zumindest ruhiger geworden. «Zu Hause kann ich abschalten.» Streller zweifelte oft an sich selbst. Jetzt strotzt er vor Selbstvertrauen: «Wenn es im Kopf stimmt, dann läufts. Wir haben die Winner-Mentalität zurück.»
Ex-Dortmunder Frei spielt gerne in Gelb
Alex Frei (10 Liga-Spiele, 8 Tore, 5 Assists): Wenn es nach ihm ginge, sollte der FCB immer in den knallgelben Ausweich-Trikots auflaufen. Spielen die Basler im Neon-Look, sind Frei-Tore garantiert. Wie in Sion oder Neuenburg, wie in Luzern oder auch international in Sofia. Ob Frei es einfach gewohnt ist, im gelben Trikot zu treffen? Bei Ex-Klub Dortmund kam er in 81 Spielen auf sensationelle 37 Treffer.
Valentin Stocker (11 Liga-Spiele, 5 Tore, 4 Assists): Ihm kommt entgegen, dass er im Schatten von Streller und Frei Gas geben kann. «Mit 14, 15 Jahren habe ich den beiden im TV zugesehen. Heute spiele ich mit ihnen zusammen – das ist eine Ehre für einen jungen Spieler wie mich. Mir gefällt es, ein wenig im Hintergrund zu sein.»
Was Stocker zusätzlich anspornt, ist die Nati. Zuletzt war er beim 1:2-Debakel gegen Luxemburg dabei. «Natürlich träume ich noch von der WM. Ich weiss aber, dass ich mich nur über gute Leistungen im Klub empfehlen kann.» Vielleicht sehen wir das magische FCB-Dreieck ja sogar gemeinsam in Südafrika.
play
Stocker und Streller. (Keystone)