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Beim Spiel St. Gallen gegen Thun treten beide Teams in Trikots mit der Aufschrift: «Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus» an. Denn europaweit wird an diesem Wochenende im Rahmen der FARE-Action-Week gegen Diskriminierung im Fussball demonstriert (Blick.ch berichtete).
Bei der Partie YB gegen GC tragen hingegen nur die Berner die gute Botschaft auf der Brust. Lukas Meier, Geschäftsführer von FARE, erklärt, warum Gegner GC in gewohnten Trikots antritt (siehe Video): «Mit dem Aufdruck kommt man natürlich in Konfikt mit dem Sponsor.»
Die YB-Spieler stellen sich auch nach dem 1:0-Sieg gegen GC hinter die Aktion. Christoph Spycher: «Es ist eine tolle Sache. Denn der Sport kann integrativ wirken. Für Ausländer, welche die Sprache nicht beherrschen, kann er Brücken schlagen. Deshalb finde ich es sehr gut, dass wir Spieler, die wir im Mittelpunkt stehen, ein Zeichen setzen.»
Auch Captain Marco Wölfli, der verletzt das Feld verlassen muss, sagt: «Wir sind Vorbilder für viele Junge. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns gegen Gewalt und Rassismus aussprechen.»
Der Kameruner Henri Bienvenu, der mit seinem Tor auch dem Rassismus eins auswischte, kennt das Problem: «Es gibt viele Kollegen, die das erleben. Aber das ist ein stückweit normal im Fussball. Vielleicht sind die pfeifenden Fans aber gar nicht rassistisch, sondern nur wütend, weil man einen Fehler gemacht hat.»
Lobenswert: Thun, Xamax, Bellinzona und St. Gallen sowie die Challenge League-Klubs Vaduz, Nyon, Schaffhausen, Winterthur und Delsberg nahmen an der Aktion von FARE (Football against Racism in Europe) und der Swiss Football League teil. (ds)