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«Eine Riesenschande ist das», flucht Eli Guttmann (51), Trainer von Hapoel Tel Aviv, an der Pressekonferenz nach dem Spiel. Er meint nicht die Leistung seiner Spieler, die soeben 0:3 gegen Rubin Kasan verloren haben. Er spricht von den äusseren Bedingungen im russischen Kasan.
18 Grad unter Null, der Acker im Tsentralnyi-Stadion gefroren – willkommen in Kasan. Die Bilder des Spiels liefern einen Vorgeschmack auf das, was Super-League-Topskorer Seydou Doumbia (22) künftig erwartet. Der YB-Star von der Elfenbeinküste wechselt auf nächste Saison hin in die russische Hauptsadt zu ZSKA Moskau, wo es nur unwesentlich weniger kalt ist als in Kasan.
Rubin Kasan empfängt Hapoel Tel Aviv zum Europa-League-Zwischenrundenspiel. Die Israeli kommen von Tel Aviv, wo derzeit sonnige 25 Grad herrschen. Im Vorfeld bezweifeln alle Beteiligten, ob die Uefa das Spiel freigibt oder aufgrund der horrenden Kälte verschiebt. Doch die Partie findet statt.
Fast alle Spieler tragen Rollkragen-Pullover unter den Trikots, Ohrenwärmer, Schal, Handschuhe sowie lange Unterhosen. Der vierte Unparteiische gesteht: «Der Entscheid, dass gespielt wird, lag nicht in meinen Händen. Das war die Uefa. Unter diesen Bedingungen kann man eigentlich nicht Fussball spielen. Aber wir hatten den Auftrag, das Spiel durchzuführen.»
Klar ist: Der Winter 2010/2011 wird für Doumbia, der in der ivorischen Hauptstadt Yamoussoukro aufgewachsen ist, der härteste seines Lebens. Die Durchschnittstemperatur in Yamoussoukro: 26 Grad Celsius.
«Bei -18 Grad zu spielen, das ist unbeschreiblich», sagt der durchfrorene Hapoel-Aufbauer Bibars Natcho nach dem Schlusspfiff. «Das Feld ist in einem fürchterlichen Zustand.»
Blick.ch sagt: Viel Spass, Seydou!
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In Moskau muss Seydou Doumbia auf die Zähne beissen. Übrigens: Die Durchschnittstemperatur in der Elfenbeinküste liegt bei rund 25 Grad. (Keystone)