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Hält das Knie? Yassine Chikhaoui im Trainingslager in Oman. (Michael Wegmann)
Rafael Nadal gibt gegen Andy Murray am Australian Open auf – das Knie. Rafas Forfait ist auch für FCZ-Dauerpatient Yassine Chikhaoui keine gute Nachricht. Wie Rafa leidet auch er an einer gereizten Patellasehne. Schon seit fast zwei Jahren schlägt sich «Fussballah» mit einem «Nadal-Knie» herum! «Wie viele andere Spitzensportler», sagt FCZ-Arzt José Romero.
Wie Yassine pausiert auch Nadal für längere Zeit und arbeitet hart für sein Comeback. Am Dienstag nun der Rückschlag! Für Romero keine Überraschung: «Auch wenn man Nadal oder Chikhaoui heisst: Die Heilung verläuft gleich wie bei Herrn Müller oder Herrn Meier. Weder irgendeine Behandlungsmethode noch eine lange Pause garantiert Besserung.»
Bis jetzt «Kein Kommentar»
Trotzdem: Beim FCZ ist man optimistisch, wenn der Name Chikhaoui fällt. FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Ich bin zuversichtlich, dass er bald zurück sein wird.» Sportchef Fredy Bickel: «Er wird noch diese Saison wieder spielen.» Optimismus ist allerdings die einzige Konstante im Fall Chikhaoui (siehe Box).
Im 12-tägigen Trainingslager in Oman ackert der Tunesier wie ein Verrückter. Im Kraftraum, im Wasser, auf dem Fussballplatz. Er wirkt dabei unbeschwert wie lange nicht mehr. Er lacht, spasst. Einmal joggt er grinsend neben Bickel: «So kommen wir nie ans Ziel» und beschleunigt das Tempo derart, dass dem Sportchef die Puste ausgeht. Ein andermal leert er Bickel zur Erfrischung eine Flasche Wasser über den Kopf. Nur Interviews mag der Supertechniker noch immer keine geben. «Noch nicht», sagt Chikhaoui schelmisch. «Ich werde später schon reden, aber zuvor will ich wieder spielen.»
Es kommt auf die Schmerzgrenze an
Dr. Romero tritt brutal auf die Euphoriebremse: «Die Chance, dass Yassine wieder schmerzfrei spielen kann, besteht. Aber niemand kann sagen wann! Das Knie ist nicht beschädigt, die Sehne ist intakt. Letztlich entscheidet nur Yassine, ob es geht. Die Schmerzgrenze kann man nicht messen, sie ist von Mensch zu Mensch verschieden.»
Die Zürcher hoffen, dass Chikhaoui diesmal schmerzfrei zurückkehrt. Einen missglückten Comeback-Versuch hat er bereits hinter sich. Ende letzter Saison machte er ein paar Teileinsätze. Bis es wieder weh tat.