Sion-Zocker CC entsetzt - Serey Die & Co. nicht mehr im Aufgebot

  • Publiziert: 27.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Alain Kunz

Nach Serey Die schwärzte der FC Sion drei weitere eigene Spieler an. Alle vier können ein Aufgebot gegen den FCB vergessen.

Was der FC Sion per Medienmitteilung bekannt gibt, überrascht: Serey Die habe zugegeben, Spielsalons besucht zu haben, die mit seinem Status als Fussballprofi nicht vereinbar seien. Und weiter: «Die Auskünfte haben ein weit schlimmeres Verhalten von Aleksandar Mitreski und Antonio Dos Santos aufgezeigt. Harte und gnadenlose Sanktionen werden ergriffen.» Auch Aleksandar Prijovic soll darin verwickelt sein, wenngleich in weniger gravierendem Ausmass. ()

Im Klartext: Die internen Untersuchungen haben ergeben, dass die Spieler 48 Stunden vor einem Spiel bis in die frühen Morgenstunden gezockt haben. Offen ist die Frage: in Casinos oder in illegalen Spielhöllen? Einen direkten Zusammenhang mit dem Wettskandal gebe es nicht. Gleichwohl überwachte und filmte der Klub die Spieler seit Wochen.

Christian Constantin: «Ich war zu naiv, zu glauben, meine Spieler seien echte Sportsmänner. Mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich an das denke, was bei uns abläuft.» Dr. Adrian Bachmann, Anwalt von Mitreski und Dos Santos, sagt: «Ob sie in ihrer Freizeit ein Spielcasino besucht haben oder eine andere verfassungsmässig vorgesehene Institution, tut nichts zur Sache.»

Was ist mit den angeschwärzten Spielern? Sind die heute gegen Basel dabei? «Ich nehme nur Spieler mit, die ein professionelles Verhalten an den Tag legen», sagt Trainer Tholot. Im Klartext: Der unter dem Manipulationsverdacht von CC stehende Serey Die und die drei anderen stehen nicht im Aufgebot.

Weshalb Sion-Coach Didier Tholot noch im Amt ist, lesen Sie im BLICK.

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