Blick.ch filmt nach Xamax - FCZ im Kabinengang Carlos Varela greift den Schiri an!

  • Publiziert: 08.08.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Michel Wettstein

NEUCHÂTEL - Schiri Jérôme Laperrière macht beim Spiel zwischen Xamax und dem FCZ keine gute Figur. Blick.ch filmt danach Xamax-Hitzkopf Carlos Varela, wie er im Kabinengang den Schiri verbal angreift!

Turbulente Tage für Xamax. Nach der 2:4-Pleite letzten Sonntag in Luzern – mit den drei angeblichen Fehlentscheidungen von Schiri Nikolaj Hänni – forderte Präsident Sylvio Bernasconi diese Woche für seinen Klub ausländische Schiedsrichter.

Gestern erschien mit Jérôme Laperrière zwar kein Ausländer auf der Maladière, dafür aber ein Waadtländer.

Ein Vorteil? Mitnichten! Der Romand macht seine Arbeit mehr schlecht als recht. Ein Offside-Tor von Page und ein glasklarer, aber nicht gegebener Elfmeter für Xamax (81.) lassen den welschen Schiri uralt aussehen.

So ist es mal wieder so, dass es im Kabinen-Gang nachher knallt. Carlos Varela – wer sonst – ist es, der den Schiri auf dem Weg in die Kabine attackiert. «Du musstest Magnin Rot geben», ruft er dem Ref hinterher.

Ganz anders verhält sich Xamax-Präsident Bernasconi. Er verlässt mit dem Schlusspfiff wutentbrannt das Stadion. «Ich will jetzt nichts Falsches sagen, denn ich bin masslos enttäuscht von der Darbietung meines Teams.»

Sogar den Schiedsrichter nimmt der sonstige Polteri diesmal in Schutz. «Die naive Leistung unserer Abwehr, das defensive Verhalten des Mittelfelds, all das kann ich Laperrière nicht anhängen. Klar, der Elfmeter kurz vor Schluss hätte vielleicht zum Sieg gereicht, aber die Leistung verbessert das nicht.» Kommt schon Katerstimmung auf in Neuenburg?

Freude dagegen beim FCZ. Trainer Urs Fischer gibt seinen Boys nach der tollen Leistung gleich zwei Tage frei. «Unglaublich, wie mein Team immer wieder zurückgekommen ist und eine tolle Moral gezeigt hat.» Moral braucht auch U-17-Weltmeister Ricardo Rodriguez, der auf der Maladière Ex-Natispieler Ludovic Magnin weichen muss. Er ist nicht mal im Aufgebot, kriegt eine Erholungspause zu Hause.

Herausragend ist Alexandre Alphonse. Er kommt nach 17 Minuten für Hassli, dem es nach einem Kopfball schwindlig ist. Alphonse: «Ich musste aus taktischen Gründen draussen bleiben. Dass ich dann bereit war, habe ich gezeigt.» Und wie: mit drei Toren!

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