Am Sonntag kommentiert der Ex-Basler Beni Huggel die Partie «seines» FCB gegen den FCZ. Kann das gut gehen?
Während seine Basler Kollegen heute in Rumänien um den Einzug in die Champions League kämpfen, bereitet sich Benjamin Huggel (35) auf seinen nächsten Einsatz als Co-Kommentator beim Schweizer Fernsehen vor, nämlich auf die Partie am Sonntag zwischen Basel und Zürich (16 Uhr). Da stellt sich natürlich die Frage nach genügend Objektivität. Huggel steht als Basels U21-Assistenz-Trainer auf der FCB-Lohnliste. Wir fragen nach.
Beni Huggel, vom Spielfeld direkt auf den Kommentatorenposten. Wie ist Ihnen diese Umstellung gelungen?
Ich will meinen neuen Job so gut wie möglich machen und habe mich auch dementsprechend vorbereitet. Beim Schweizer Fernsehen wurde ich intern geschult, habe Testspiele kommentiert und meine Arbeit anschliessend mit den SRF-Ausbildern ausgewertet. Ich wurde nicht ins kalte Wasser geworfen.
Was den FC Basel angeht, wurde Ihnen fehlende Objektivität vorgeworfen. Können Sie ihre Kumpels Frei, Streller und Co. gegen den FCZ überhaupt kritisieren?
Ich sehe die Sache ganz anders. Es geht mir nicht darum, jemanden zu kritisieren. Ich will Botschafter des Fussballs sein. Das ist meine Aufgabe.
Ausserhalb von Basel waren Sie als Spieler eine Reizfigur. Können Sie es verstehen, dass sich Fans nerven, wenn Sie am TV ihre Kommentare hören?
Ich bin kein Spieler mehr und habe die Anfrage zum Co-Kommentator von SF halt gekriegt. Ich versuche, das Spiel, welches ich so sehr liebe, den Zuschauern näherzubringen. Und das nach meinem besten Wissen und Gewissen.
Laut einer Blick.ch-Umfrage kommen Sie bei den Leuten aber ganz gut an. 52 Prozent der Leser finden Gefallen an Ihren Analysen. Überrascht?
Ich freue mich natürlich, wenn meine Arbeit den Zuschauern gefällt. Ich stehe noch ganz am Anfang und die Arbeit macht mir grossen Spass. Die Zusammenarbeit mit den Kommentatoren Beni Thurnheer und Dani Kern ist fruchtbar.
Sie erzählen auf dem Sender oft Anekdoten von Thorsten Fink. Sind Sie ein Fan von ihm?
Das ist reiner Zufall. Aber ich habe von Thorsten Fink sehr viel gelernt. Zudem ist die Zeit mit Fink und Vogel noch sehr präsent in meinem Kopf, weil ich erst im Sommer als aktiver Spieler aufgehört habe.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Basel | 33 | 59:30 | 66 |
| 2 | GC | 33 | 41:30 | 60 |
| 3 | St. Gallen | 33 | 49:32 | 56 |
| 4 | Zürich | 33 | 54:42 | 49 |
| 5 | Sion | 33 | 36:49 | 45 |
| 6 | Thun | 33 | 41:42 | 44 |
| 7 | YB | 33 | 44:43 | 42 |
| 8 | Luzern | 33 | 35:46 | 36 |
| 9 | Lausanne | 33 | 25:47 | 27 |
| 10 | Servette | 33 | 28:51 | 26 |
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