Basel verbockt es beinahe noch

  • Publiziert: 13.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BELLINZONA - Der FC Basel besiegt die AC Bellinzona dank eines Treffers in letzter Minute mit 3:2.

Der FC Basel hat beinahe einen 2:0-Vorsprung verspielt. Nach einem Penalty in der 90. Minute schaffen die Bebbi doch noch den Sieg und gewinnen in Bellinzona mit 3:2. Dabei bekleckern sich die Bebbi aber einmal mehr nicht mit Ruhm.

Der FCB startet stark, geht durch ein herrliches Volley-Tor von Beni Huggel in der sechsten Minute in Führung.
Und das Team von Thorsten Fink bleibt am Ball, macht viel Druck. In der 32. Minute flankt Carlitos, Streller lenkt ab, und Stocker schiesst unbehindert zum 2:0 ein.

Und es kommt beinahe noch besser. Alex Frei erzielt in der 42. Minute das vermeintliche 3:0. Doch Schiri Wermelinger entscheidet fälschlicherweise auf Offside.

Bellinzonas Joker sticht

Ein Pfostenschuss von Lima aus 35 Metern in der
37. Minute bleibt die einzige Ausbeute einer inexistenten Offensive der AC Bellinzona.

In der zweiten Hälfte drehen die Tessiner dann auf und kommen nach einem herrlichen Pässchen von Russotto durch einen Treffer von Joker Ciarrocchi zum Anschlusstreffer. Dabei sieht die Basler Hintermannschaft nicht gut aus.

Matchwinner Huggel

In der 71. Minute trifft dann Bellinzona erneut. Doch Wermelinger entscheidet richtigerweise auf Offside. ACB-Vulkan Schällibaum tobt vor Wut und wird vom Schiri direkt in die Katakomben geschickt. Das Spiel scheint gelaufen. Bis Hima in der 85. Minute von Lustrinelli freigespielt wird und Costanzo keine Chance lässt.

Die Basler sind geschockt, Bellinzona macht weiter Druck. Bis Carlitos mit einem Steilpass der Extraklasse Marco Streller auf die Reise schickt. Bellinzona-Verteidiger Mangiarratti senst Streller um. Rot und Penalty. Beni Huggel übernimmt die Verantwortung und verwandelt sicher – in der 91. Minute.

Thorsten Fink unzufrieden

FCB-Coach Thorsten Fink zeigt sich nach der Partie unzufrieden mit seiner Mannschaft. «Wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Bälle vorne von alleine reingehen», sagt der Deutsche zum Nachlassen seines Teams nach dem Pausentee.

Dafür wies er Kritik an der Fitness seiner Mannschaft zurück. «Wir können jeweils zulegen, wenn wir ein Gegentor kassieren, die Fitness ist da. Es ist eine mentale Sache. Wir müssen noch konsequenter arbeiten und mehr aus unseren Konterchancen machen. Wichtig sind die drei Punkte, aber ich erwarte von meiner Mannschaft mehr», so Fink. (sim)

Matchtelegramm

Bellinzona – Basel 2:3 (0:2)

Comunale. 4200 Zuschauer. SR Wermelinger.

Tore: 6. Huggel 0:1. 32. Stocker 0:2. 54. Ciarrocchi 1:2. 85. Hima 2:2. 91. Huggel (Foulpenalty) 2:3.

Bellinzona: Zotti; Thiesson, Lima, Mangiarratti, Mihoubi (81. Kalu); La Rocca (61. Rivera), Hima;
F. Feltscher (46. Ciarrocchi), Russotto, Gashi; Lustrinelli.

Basel: F. Costanzo; Inkoom, Abraham, Cagdas, Shaqiri; Carlitos, Huggel, Gelabert, Stocker; Frei (76. Chipperfield), Streller (93. Safari).

Bemerkungen: Bellinzona ohne Carbone, Gaspar, Raso und Ciaramitaro. Basel ohne Da Silva, Marque, Schürpf, Perovic, Mustafi und Zanni. 37. Pfostenschuss von Lima. 71. Tor von Lima wegen Abseits aberkannt. 71. Platzverweis gegen Schällibaum. 89. Rote Karte gegen Mangiarratti. Verwarnungen:
6. Zotti. 9. Lima. 49. Gelabert. 57. Inkoom. 62. Rivera. 84. Thiesson (alle Foul).

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