Top-Comeback beim 6:0-Sieg im Cupfinal Alex Frei: «Nun wollen wir die Meisterschaft!»

  • Publiziert: 10.05.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Heiko Ostendorp und Alain Kunz

BASEL - 78 Tage nach seinem doppelten Oberarmbruch meldet sich Alex Frei eindrucksvoll zurück. Jetzt will er auch den Titel nach Basel holen.

Als sich der Nati-Captain für seine Einwechslung bereit macht, toben die FCB-Fans. In der 67. Minute klatscht Frei mit Scott Chipperfield ab und betritt elf Wochen nach seinem doppelten Oberarmbruch wieder den Rasen im St. Jakob-Park.

Keine vier Minuten später hat er seine erste Aktion. Er legt für Toni Da Silva auf, dessen Schuss geblockt wird. Doch dann trägt auch der Bundesliga-Rückkehrer seinen Teil zum zehnten Cup-Titel bei.

Zuerst macht er ein Offside-Goal, dann bereitet er das 5:0 von Stocker mit einem schönen Pass vor. Auch den Corner zum 6:0 von Huggel tritt Frei. Ein starkes Comeback zwei Tage vor der Nominierung für die WM in Südafrika.

Der Stürmer zufrieden: «Das war auch ein Signal für Ottmar Hitzfeld. Ich hoffe, er hat gesehen, dass es für mich gut kommt.» Bemerkenswert, dass dieser Cupsieg für Frei erst der zweite Titel in seiner Karriere ist. 2001 holte er die Trophäe mit Servette (3:0 gegen Yverdon).

Jetzt sagt er: «Ich habe bei meiner Rückkehr grosse Sprüche geklopft und versprochen, dass wir Titel nach Basel holen werden. Den ersten haben wir jetzt eingesackt – und in den letzten beiden Spielen wollen wir nun die Meisterschaft holen. Der Cupsieg setzt bestimmt zusätzliche Kräfte frei. Auch, wenn es noch ein hartes Stück Arbeit wird.»

Gegen Lausanne läuft Frei mit einer Armschiene auf, Schmerzen spürt er nicht: «Dafür war zu viel Adrenalin im Spiel.» Trotzdem ist er noch nicht wieder bei hundert Prozent. «Die Mannschaft hat mir einen Riesen-Gefallen getan. Ich weiss nicht, ob ich bei einem 0:0 auch reingekommen wäre.»

Vermutlich wird er (genau wie Marco Streller) am Donnerstag gegen Xamax noch nicht in der Startelf stehen. Eine allfällige Finalissima bei YB dürften sich die beiden dann aber kaum nehmen lassen.

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