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Martin Andermatt, ein Punkt aus drei Spielen als Aarau-Trainer – wann kommt der Andermatt-Effekt?
Martin Andermatt: Es geht hier nicht um den FC Andermatt, sondern um den FC Aarau.
Aber nach einem Trainerwechsel erwartet man einen Effekt.
Wir haben gegen Sion kein Tor kassiert und einen Punkt gewonnen. Das ist nicht viel, aber das ist ein Anfang. Es wird – wie erwartet – ein hartes Stück Arbeit.
In Ihrer kurzen Zeit beim FCA haben Sie schon Coaching-Fehler gemacht: Im Cup liessen Sie Mazedoniens Nati-Stürmer Stojkov auf der Bank und Schaub hinten rechts spielen.
Eine interessante Analyse… Ich bin sicher nicht unfehlbar, aber abgerechnet wird am Schluss.
Sie würden also nicht wieder gleich aufstellen?
Das Cupspiel ist zwei Wochen her – in zwei Wochen passiert und verändert sich viel.
Ihre Spieler holen nicht das Letzte aus sich heraus. Wie wollen Sie sie wecken?
Diese Einschätzung ist mir zu pauschal. Aber ja, es gibt einzelne Spieler, die noch mehr ans Limit müssen.
Captain Sandro Burki spielt seit Wochen blockiert. Wann erlösen Sie ihn von der Binde?
Wenn die Binde für Sandro eine Belastung wäre, würde er sie von alleine abgeben.
Aber Ihnen fehlen richtige Typen im Team.
Umso wichtiger ist es, als Kollektiv, als Team zu funktionieren.
Sie machen einen äusserst ruhigen Eindruck. Gibt es nichts, das Sie ärgert?
Doch: Wenn Spieler mit viel Talent nicht ihr ganzes Potenzial abrufen.
Gegen wen wollen Sie gewinnen, wenn Sie nicht mal zu Hause gegen Bellinzona und Sion siegen?
Am Sonntag haben wir in Neuenburg die nächste Chance.
Aarau steht schlechter da als Luzern in der letzten Saison nach gleich vielen Spielen. Glauben Sie noch an den Klassenerhalt?
Ja, selbstverständlich!
Ihre kurzfristigen Ziele?
Wir wollen sieben Punkte aus den letzten vier Spielen bis zur Winterpause.