
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
SonntagsBlick: David Blumer, wann kam es zum allerersten Kontakt mit der Wettmafia?
David Blumer: Ich denke, das war so im August 2008. Ich bin mir aber nicht ganz sicher.
Wie lief dieses erste Telefongespräch ab?
Ein Typ rief mich an und fragte, ob er mal bei mir vorbeischauen könne. Er wolle bloss ein bisschen über Fussball quatschen. Ich dachte mir nichts dabei. Vielleicht ist es ein Berater oder ein Manager, das war mein erster Gedanke. Logisch, dass ich dann auch dachte: Da hör ich mal zu.
Nannte er je seinen Namen?
Nein. Er nannte sich immer Maestro. Das kam mir schon irgendwie komisch vor, aber ich dachte mir auch dabei weiter nichts.
In welcher Sprache redete er?
In ganz normalem Berndeutsch.
Da war also noch nicht die Rede davon, Spiele zu manipulieren?
Nein. Ich traf mich dann auch nach einem Training beim FC Thun mit ihm, mehrere Wochen nach dem ersten Anruf. Er sagte, dass er mehrere Spieler habe, vor allem im Ausland. Ich erinnere mich, dass er von Deutschland und Kroatien sprach. Dann fragte er mich, ob ich mir das vorstellen könne.
Was?
Ob ich mithelfen würde, damit in einem Spiel ein bestimmtes Resultat herauskommt.
Und was war Ihr erster Gedanke?
Ich dachte mir: «Der spinnt!» Ich habe das zu Beginn gar nicht ernst genommen. Das war auch der Grund, weshalb ich mich weder an den Klub, noch an meine Familie gewandt habe.
Waren denn diese Anrufe im Klub nie ein Thema? Bei Thun wurden ja weitere Spieler angefragt?
Nein, nie. Ich habe auch bei den beiden anderen Involvierten, also bei Pape Omar Fayé und Eldar Ikanovic, nie etwas bemerkt, das darauf hingewiesen hätte, dass sie versuchen Spiele zu manipulieren. Es gab auch nie Spiele, bei denen der Gedanke aufkommen konnte, dass da etwas nicht sauber sei.
Lesen Sie im SonntagsBlick das ausführliche Interview. Blumer: «Der Typ drückte mir 6000 Euro in die Hand.»