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In der 37. Minute steigt Sions Fermino resolut in einen Zweikampf mit Margairaz – und geht zu Boden. Die TV-Bilder von Teleclub beweisen: Der Zürcher knallte seinem Gegner den Ellbogen mit voller Wucht ins Gesicht. Das lässt eigentlich nur ein Verdikt zu: Rot. Doch Schiedsrichter Circhetta lässt es bei einer Ermahnung bewenden. Sion-General Constantin wittert Verschwörung und verlangt Video-Justiz. Der Täter erklärt sich später kleinlaut: «Ich wollte Fermino wegschieben. Und habe das mit dem Ellbogen gemacht. Doch es war keine Absicht.» Faule Ausrede? Fakt ist, dass Margairaz zwei Minuten später das 1:1 erzielt – und massgeblich zum FCZ-Punktgewinn beiträgt.
Disziplinarrichter Studer handelt nicht
Disziplinarrichter Urs Studer, der Basels Costanzo für die Vorfälle nach dem Spiel gegen den FCZ aufgrund von Video-Beweisen für drei Partien gesperrt hat, sieht keinen Grund zu handeln: «Wenn der Schiedsrichter die Szene gesehen und beurteilt hat, kann ich nur in ganz krassen Fällen einschreiten – und das ist hier nicht gegeben.»
Margairaz kommt also ungeschoren davon, weil Circhetta die Szene gesehen hat. Costanzo wurde gesperrt, weil das Schiedsrichter-Trio die Augen geschlossen hatte – und die Verantwortung von sich wies. Faire Rechtssprechung ist etwas anderes.