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Mit dem Erfolg wachsen auch die Ansprüche: Nach verpatztem Saisonauftakt, der Trainer Jupp Heynkes den Job kostete, waren die Schalker unter Ralf Rangnick zum Ende der Hinrunde immer besser in Fahrt gekommen und überwinterten punktegleich mit Leader Bayern München auf Platz zwei der Tabelle.
Die Rede von der Meisterschaft machte die Runde in der Schalker Arena, aber nach dem geglückten Start in die zweite Saisonhälfte – 2:1 gegen Titelverteidiger Werder Bremen – zeigten die Knappen gegen Kaiserslautern (0:2) und das abgeschlagene Schlusslicht Hansa Rostock (2:2) Nerven und mussten die Bayern in der Tabelle um drei Punkte davonziehen lassen.
Gegen den ins Mittelfeld abgerutschte früheren Spitzenreiter VfL Wolfsburg präsentierten sich die Königsblauen in der 21. Runde aber wieder in alter Frische. Nationalspieler Gerald Asamoah, der am Mittwoch gegen Argentinien mit einer Oberschenkelzerrung vom Platz musste, brachte die Schalker vor ausverkauftem Haus in der 13. Minute per Kopfball in Führung; Ebbe Sand (35.) und Mike Hanke – unmittelbar nachdem er eingewechselt worden war (85.) – legten nach, womit der Verein für wenigstens 24 Stunden wieder zu den Bayern aufgeschlossen hat.
Hinter den Ruhrpott-Kickern belegen neu Werder Bremen und Hertha BSC Berlin die Plätze drei und vier. Die Hanseaten entledigten sich der Pflichtaufgabe Borussia Mönchengladbach ohne nennenswerte Probleme mit 2:0 – der 18-jährige Aaron Hunt (29.) und der Ägypter Mohamed Zidan (88.), beides Bundesliga-Debütanten, markierten die Tore.
Weit schwerer tat sich Tante Hertha beim 2:1-Erfolg gegen Nürnberg. Nico Kovac (30., Foulpenalty) und Wichniarek in der Schlussminute sorgten mit ihren Treffern für den dritten Heimsieg der Hauptstädter in dieser Saison. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für den Club, bei dem Cantaluppi über 90 Minuten mittat, hatte Torschützenleader Marek Mintal mit seinem 15. Saisontreffer besorgt.
Auf Platz fünf abgerutscht ist dagegen der VfB Stuttgart. Die passiven Schwaben kassierten beim 1:2 gegen den Hamburger SV verdientermassen ihre sechste Saisonniederlage. Sergej Barbarez (17.) und Daniel van Buyten (54.) trafen für den HSV, Torschütze für den VfB war Imre Szabics (15.).