Schaffhausens Präsident Fontana im Spital Kampf um Leben und seinen Klub

Aniello Fontana (69) kämpft mit den Folgen einer Tumor-Operation. Und um sein Lebenswerk, den FC Schaffhausen. In seiner Not erinnert er sich an Murat Yakin.

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Es geht ihm gut. Den Umständen entsprechend. Seine Stimme ist leiser als sonst, seine Worte aber klar wie immer. «Ich hoffe, dass ich Weihnachten bei meiner Familie verbringen darf», sagt Aniello Fontana. Vor ein paar Monaten wird beim Präsidenten des FC Schaffhausen ein Tumor diagnostiziert, er liegt noch immer in seinem Spitalbett. «Acht Stunden hat die Operation gedauert, sie ist aber ohne Komplikationen verlaufen.»

Trotzdem bangt die ganze Fussballschweiz noch immer um eine ihrer schillerndsten Figuren! Seit 25 Jahren ist der Immobilienunternehmer schon im Geschäft. Der FC Schaffhausen ist sein Lebenswerk. Am 25. Februar wird das neue Stadion eröffnet. Es ist sein Werk. Seine Idee, seine Beharrlichkeit, sein Geld. Sportlich aber läuft zurzeit rein gar nichts zusammen, Schaffhausen steckt in akuter Abstiegsgefahr, die Rote Laterne hängt unter dem Weihnachtsbaum.

Was tun? Aus dem Spitalbett erinnert sich Fontana in seiner Not an Murat Yakin. An jenen Mann, den er «schon seit Jahren» kennt und mit dem er «ein freundschaftliches Verhältnis» pflegt, «das von Anstand und Respekt geprägt ist.» Die Verhandlungen sind deshalb nicht kompliziert gewesen – und schnell über die Bühne gegangen. Fontana, der extra für das Treffen mit Yakin Spitalurlaub bezogen hat, spricht von «einer grossen Persönlichkeit», die man verpflichten konnte. Und er lobt den langjährigen Schweizer Nativerteidiger in den höchsten Tönen: «Es ging nie ums Geld. Sondern darum, dass er ins Geschäft zurück wollte. Dass er vom Projekt in Schaffhausen überzeugt ist. Dass er hier ein familiäres Umfeld hat.» Schon vor acht Jahren wollte Fontana den damaligen GC-Assistenztrainer verpflichten. Nun schliesst sich der Kreis.

Ob Yakin zum Retter wird? Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den Zweitletzten Chiasso. «Ich bin zuversichtlich, dass wir den Ligaerhalt schaffen», sagt Fontana und kündigt Massnahmen an: «Wir müssen zwar im Rahmen unserer Möglichkeiten bleiben, werden die Mannschaft aber punktuell verstärken.» Damit der Klub das Abstiegsgespenst so schnell wie möglich aus dem neuen Stadion vertreibt. Am 25. Februar wird der Lipo-Park offiziell eröffnet, Gegner: Der FC Winterthur.

Fontana hofft auf ein positives Resultat. Und, viel wichtiger: dass er live dabei sein kann. Dass er auf der Tribüne sitzen kann, wenn sein FC Schaffhausen zum ersten Mal in diesem neuen Schmuckstück spielt.

Mindestens zwei Monate dauert nun die Rehabilitation. «Ich hoffe, dass ich bis dann wieder fit bin.» Die Fussballschweiz drückt die Daumen. Für eine ihrer schillerndsten Figuren.

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016

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2 Kommentare
  • Eloise   Lang 23.12.2016
    Die Yakins hatten das Herz schon immer am rechten Fleck und Murat beweist mit seinem Engagement in Schaffhausen, dass ihm der Schweizer Fussball wichtiger ist als ein überbezahlter Chefsessel irgendwo in den Niederungen der Bundesliga. Ich wünsche dem Verein alles Gute, viel Freude mit dem neuen Stadion und Herrn Fontana schnellste Genesung. Gruss von einem YB-Fan.
    • Patrick  Smart 23.12.2016
      Ich stimme Ihnen 100 Prozent zu. Allen die nur schlechtes über Muri schreiben, wünschte ich nur schon Teile diese Persönlichkeit. Ich freue mich ebenfals YB Fan (International sogar Basel Fan) Frohe Festtage.