Oeri über das erste Geisterspiel und ihr «fantastisches Team»

  • Aktualisiert am 13.01.2012

BASEL – An ihrer Meinung, dass die Strafe für den FC Basel zu hart sei, hielt Präsidentin Gigi Oeri auch nach dem 3:0 im ersten von zwei Geisterspielen gegen Schaffhausen fest. Als Sportchefin stellte sie aber in den Vordergrund, was für ein «fantastisches Team» der FC Basel derzeit habe.

BLICK: Gigi Oeri, hat es Sie traurig gemacht, ein Spiel ihres FCB in dieser trostlosen Atmosphäre miterleben zu müssen?
Gigi Oeri:
«Überhaupt nicht. Natürlich tut es mir leid, dass die Fans das Spiel nicht live sehen konnten. Aber ich denke in erster Linie an das Team. Und dieses hat eine grandiose Moral bewiesen.»

Und doch: Es war trist…
«Wir wussten ja, was auf uns zukommt, weil wir dies in Belgrad schon erlebt haben. Es ist eine eigenartige und spezielle Atmosphäre. Man hatte aber nicht den Eindruck, als ob das Team sich hat dadurch beeinflussen lassen. Das zählt.»

Odilo Bürgy, der Präsident der Disziplinarkommission, hat sein Urteil auch als erzieherische Massnahme verstanden. Kann eine solche Strafe so wirken?
«Was heisst das? Unser Ziel ist es, diese Leute nicht im Stadion zu haben. Dazu haben wir den Fanpass bereits vor vier Jahren eingeführt. Doch damals ist er wieder abgeblockt worden. Diesmal wird das nicht geschehen. Und wie war das an der WM? Die Registrierung ist doch die einzige Möglichkeit, diese Situation schnell zu regeln. Bei jedem Skilift muss man heutzutage seine Daten angeben. Wer das nicht will, wird ausgeschlossen. Zum vornherein.»

Reden wir vom Sportlichen: Welche Transfers werden Sie noch tätigen?
«Klar ist: Es werden keine Schnellschüsse sein. Wir haben bis Ende August Zeit und müssen zuerst einmal die Richtigen finden. Zudem ist das, was wir im Moment auf dem Platz haben, fantastisch. Kaum jemand in Europa hat bei den Jungen derart viel Potenzial wie wir. Aber es ist klar: Das Kader ist zu dünn.»

Sie scheinen im Moment Spass an Ihrem Team zu haben?
«Und wie! Als Mannschaft waren wir noch nie so gut wie jetzt. Jeder geht für jeden. Wir hatten eine Zeit lang zu viele Stars, da schaute jeder primär für sich.»

Wie gross ist der Einfluss des neuen Captains Ivan Ergic?
«Gross! Schliesslich habe ich immer an Ivan festgehalten, als es ihm nicht so gut ging. Ich wusste, dass er wieder kommen wird. Und ich hatte Recht

Gigi Oeri ist begeistert von ihrem Team.- Reuters

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