Single Shaqiri Nur die schöne Monica kommt mit nach München

Xherdan Shaqiri oder 72 Kilo pures Dynamit verteilt auf 1,69 Meter. 15 Millionen Franken war dieser Körper dem FC Bayern München wert. Und: Der Muskelberg ist noch Single.

  • Publiziert: 11.02.2012, Aktualisiert: 12.02.2012
  • Von Andreas Böni

Anzüglich blickt Sex-Symbol Monica Bellucci in die Kamera. Ein Bild der italienischen Schauspielerin trägt Xherdan Shaqiri (20) auf der Brust, es ist ein Shirt der Nobel-Marke Dolce&Gabbana. Sie ist die einzige Frau, die im Moment so nah an Shaqiris Körper darf, denn der Kraftwürfel verrät: «Ich bin noch Single.» Und fügt schmunzelnd an: «Ich habe vor, ohne Frau nach München zu gehen.»

So ist Shaqiri einer der begehrtesten Junggesellen der Schweiz. Gerade nach seinem Wechsel für 15 Millionen Franken zu Bayern München. Der Zauberzwerg verdient ab Sommer für vier Jahre eine Million Franken netto pro Jahr. Er ist attraktiv und durchtrainiert – auch wenn Ex-Trainer Thorsten Fink empfiehlt, er solle vier Kilo abnehmen und sagt, Shaq sehe aus wie ein «Ninja Turtle».

Doch was macht Xherdan Shaqiri derart attraktiv? SonntagsBlick nennt die Gründe.

Erstens: Shaqiri ist bodenständig. Nachdem der Deal mit Bayern München fix war, ass er ganz normal mit seinen Eltern, seinen zwei Brüdern und der Schwester zu Abend. Kein Festmahl, kein Champagner.

«Ich brauche die Wärme der Familie», sagt Shaqiri und fügt an: «Ich bin der dritte Sohn und somit der Zweitkleinste der Familie – das wird immer so bleiben, auch wenn ich jetzt am meisten verdiene. Mein Vater ist der Chef, das wird immer so bleiben. Meine Familie hat mich zu dem gemacht, der ich bin.»

Zweitens: Shaqiri ist selbstbewusst. Wenn der 17-fache Schweizer Nati-Spieler über seine Ambitionen spricht, dann klingt das so: «Die Bayern holen nicht einfach einen Spieler, der so viel kostet, um ihn dann auf die Tribüne zu setzen. Wer zu Bayern geht, will spielen. Ich will mich als Stammspieler durchsetzen. Nicht irgendein Spieler sein, sondern eine Verstärkung.» Und: «Ich will das Triple holen mit Bayern, inklusive der Champions League!»

Er hat auch keine Mühe zu sagen: «Ja, ich bin das perfekte Beispiel für Integration», sagt er. «Und ich bin der erste mit kosovarischen Wurzeln, der so einen Transfer geschafft hat.» Jeden Tag würden die Zeitungen im Kosovo über ihn berichten. «Meist übersetzen sie die Schweizer Zeitungen aus dem Internet. Oder sie kontaktieren meinen Bruder und Berater Erdin, meine Nummer haben sie ja nicht.»

Drittens: Shaqiri ist ehrlich. Wenn ihm Ex-Trainer Thors­ten Fink rät, drei bis vier Kilo abzunehmen, dann sagt er: «Ich habe die meisten Muskeln der Mannschaft, von daher ist das völlig falsch. Es gibt immer Leute, die keine Ahnung haben und sich trotzdem äussern. Ich war dabei, als wir Thorsten Fink zum Meister-Titel verhalfen. Und ich war ja wohl auch in der Champions League nicht so schlecht – und das mit diesem Gewicht.»

Wenn er gefragt wird, ob er auch unter Basels langjährigem Trainer Christian Gross (der auf grosse Spieler stand) sich so schnell entwickelt hätte, dann sagt er: «Ich glaube weniger. Das bezweifle ich doch sehr stark.»

Shaqiri spricht sogar offen davon, dass Barcelona – und nicht Bayern München – sein Traum-Verein war. O-Ton: «Barça ist vielleicht noch eine Nummer grösser. Auch diesen Klub hätte ich mir zugetraut, klar, es ist mein Traumverein. Barcelona, Real und Bayern sind die besten Klubs Europas.»

Vom Globus zum FC Barcelona – das wäre mal was. Denn: Eine Lehre als Kleiderverkäufer brach er ab. Noch heute hat er im Basler Laden seinen Spind nicht geräumt. «Ich glaube, sie wollen, dass ich die Sachen da lasse», sagt Shaqiri lachend.

Viertens: Shaqiri ist auch demütig. So hört er auf wichtige Leute. Bereits jetzt, er sagt: «Ich will Olympia Ende Juli spielen, ich will unbedingt mit. Aber ich werde es mit Trainer Jupp Heynckes diskutieren. Wenn er es verbietet, dann wird es sehr schwierig.»

So gesteht er ein, dass es «ein kleiner Schock» gewesen sei, als er die vielen Paparazzi rund um seinen Medizin-Check bei Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt bemerkt habe. «Sie kamen aus allen Ecken plötzlich hervor und machten Fotos, da habe ich mich sehr komisch gefühlt.»

Und weiter: «Ich habe vor jedem Menschen Respekt. Und versuche immer, zu allen nett zu sein. Klar wünschte ich mir manchmal mehr Ruhe, wenn ich mit meiner Familie irgendwo esse und einige unbedingt Fotos mit mir machen wollen.» Es kommt gar vor, dass Fans bei ihm zu Hause klingeln. «Oft bin ich dann nicht da», sagt Shaq, «meine Schwester oder meine Eltern geben dann ein Autogramm raus.»

Kann denn diesen jungen Mann nichts beunruhigen? Falsch. Eine Sache gibt es. «Wenn Schlangen in der Nähe sind, dann suche ich schnell das Weite.» Dann lächelt Shaqiri wieder. Ein Lächeln, das schon die ganze Schweiz verzaubert. Bald auch München?

Kommentare (8)

  • Castro  Thaqi , M�nchen
    Willkommen zu FC Bayern München AlboSwiss King.
    • 13.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Markus  Schaub , Bern
    Ich habe auch Angst vor Schlangen...... wünsche Shak alles Gute und dass es ihm gelingt, sich durchzusetzen .... , dass er an Olympia mitspielen und -siegen darf ... und er eines Tages bei Barca landet und mit diesem Verein alles gewinnt, was man gewinnen kann.
    Und dann zum FC Basel zurückkommt und mit ihm gewinnt, was man als Schweizer Verein gewinnen kann...auch international.
    • 12.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Küsä  Born , Bern
    Selbst als YB`ler anerkenne ich die Spielstärke von Shaqi. Ich denke in Bayern kann er was reissen. Gut ist er dann nicht mehr beim fcb aber dafür immer noch in der Nati. Bonne Chance!
    • 12.02.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Pavel  Muser , St.Gallen
    Blick hat da mal wieder seine eigene Theorie! Shak ist zweifelslos ein cooler Typ, aber einer der begehrtesten Typen? Nur weil er bald viel Kohle hat heisst das noch lange nichts! Und wer will schon ein Mädchen das nur auf die Kohle abfährt? Wir wissen alle allzugut was daraus wird.....Matthäus, Schumacher und co....
    • 12.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Alfred  Meier , Binningen
    Der Beweis, dass er bei Bayern überhaupt was taugt, ist noch nicht mal erbracht und schon grosse Sprüche machen. Das Gefühl sagt mir, dass da jemand gewaltig überschätzt wird. Mal abwarten!
    • 12.02.2012
    • 0 Gefällt mir
    • meier  fritz
      Er hat halt Selbstvertrauen und will etwas erreichen. Ambitionierte Ziele muss man doch nicht gleich als grosse Sprüche niedermachen.
      • 12.02.2012
      • als Kommentar auf Alfred  Meier , Binningen
      • 0 Gefällt mir
    • Roger  Frey , Gelterkinden
      Wenn dem so wäre, dann hätten ja die Verantwortlichen von Bayern eine ganze Stange Geld in den Rhein geworfen. Lasst doch diesem jungen Mann seine Freude und seine Chance. Zudem ist es sicher besser von grossen Zielen zu träumen und sie auch anzustreben wie angstvoll in der Ecke zu hocken. Zudem hat XS bis jetzt eine tolle Leistung gezeigt.
      • 12.02.2012
      • als Kommentar auf Alfred  Meier , Binningen
      • 0 Gefällt mir
    • Anja  Hame , Muttenz
      Da Bayern ihn mittlerweile zwei Jahre lang beobachtet hat und gutes Geld für ihn bezahlt, beweist dass die wohl schon wissen, wen sie da holen. Da er polyvalent einsetzbar ist, wird der schon zu seinen Einsätzen kommen
      • 12.02.2012
      • als Kommentar auf Alfred  Meier , Binningen
      • 0 Gefällt mir

Top 3

1 Nationalmannschaft Schweizer Nati schiesst Deutschland abbullet
2 1. Interview nach Rauswurf FCZ-Fischer: «Meine Entlassung hat nicht...bullet
3 3:1-Sieg im Test Brasilien gewinnt deutlich gegen Dänemarkbullet

Fussball