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Heute um 20 Uhr. In unserem Fussball-Tempel St. Jakob-Park können unsere Nati-Stars Helden werden. Die Schweiz kann sich zum vierten Mal in Folge für ein
grosses Turnier qualifizieren. Wir brauchen nur noch diesen einzigen, letzten Punkt gegen Israel. Vor 38 500 fanatischen Schweizer Fans.
Heute, bereits Stunden vor dem Anpfiff, heisst es Daumen drücken. Für unseren Goalie-Titanen. Diego Benaglio entscheidet am Nachmittag, ob er nach seiner Magen-Darm-Grippe spielen kann. Ob er nach Dünnpfiff und Fieber die Kraft hat, die Bälle der Israelis festzuhalten. Oder ob er seinem Stellvertreter Marco Wölfli den Vortritt lassen muss. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld: «Ich bin zwar kein Arzt und keine Krankenschwester. Aber die Chance besteht, dass Diego spielen kann.»
«Egal, wer spielt – wir sind stark genug»
Gestern Abend jedenfalls war Big Ben beim Training mit dabei. Auf Mittelfeldspieler Benjamin Huggel und Stürmer Alex Frei wird Hitzfeld zählen können.
«Wenn keiner einen Rückfall erleidet. Bei Grippeviren kann es immer zu kurzfristigen Ausfällen kommen», sagt der Coach. Und fügt an: «Egal, wer spielt. Wir sind stark genug, um ein solches Endspiel für uns zu entscheiden.»
Klar ist jetzt schon: In der Innenverteidigung wird Philippe Senderos neben Stéphane Grichting spielen. Steve von Bergen muss raus. Hitzfeld: «Man darf einen Spieler nicht bremsen, wenn er so gut drauf ist. Philippes Kopfbälle sind eine Waffe, vielleicht macht er wieder ein Tor.»
Egal, wie: Heute muss dieser letzte Punkt her – oder auch drei. Hitzfeld: «Wir spielen nicht auf 0:0. Wir wollen gewinnen. Wir werden um jeden Meter kämpfen. Das Publikum begeistern. Dass alle hinter uns stehen. Dass unsere Fans der zwölfte Mann sind.»
Nati-Captain Alex Frei: «Ich freue mich auf dieses Spiel mit diesen fantastischen Zuschauern.»
Liebe Fans: Heute gibt es keine Basler, keine Zürcher, keine Romands, keine Tessiner.
Heute gibt es nur Schweizer! Solche, die unsere Nati unterstützen. Solche, die stolz auf ihr Land sind. Solche, die sich auf neue Heldentaten im nächsten Jahr in Südafrika freuen.
Auf ein neues Spektakel wie bei der WM 1994, als die Nati Rumänien 4:1 wegfegte.
Auf ein neues Eröffnungsspiel wie bei der EM 1996, als Kubilay Türkyilmaz gegen Gastgeber England das 1:1 gelang.
Auf eine neue Sternstunde, als bei der WM 2006 gegen Togo (2:0) rund 50 000 Schweizer Dortmund überschwemmten.
Liebe Nati-Spieler, wir wollen mehr davon. Wir stehen heute alle hinter euch. Holt euch diesen verdammten Punkt. Hopp Schwiiz!
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Heute Abend steht die ganze Schweiz hinter ihrer Nati. (Foto: EQ Images)