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Um 19.14 Uhr landet der El-Al-Linienflug LY343 in Zürich-Kloten. Unter den Fluggästen befindet sich Israels Nati-Delegation um Liverpool-Star Yossi Benayoun. «Der Flug verlief einwandfrei», sagt Israels Captain zu BLICK. Mehr will er nicht sagen, verschwindet im Teambus. Seit Tagen rätseln Teamkollegen über die Verschlossenheit Benayouns. Früher stellte er sich der Presse gerne, diskutierte mit Journalisten. Jetzt spricht er auch im Mannschaftskreis fast nicht mehr. Grund ist wohl das zerrüttete Verhältnis zwischen ihm und Trainer Dror Kaschtan, der ihn gegen Lettland (0:1) auswechselte. Die Lösung naht: Verpasst Israel die Barrage, ist das morgige Spiel Kaschtans letztes als Nati-Trainer.
Um den Sprung in die Playoffs doch noch zu schaffen, braucht Israel ein Wunder. Ein Sieg gegen uns muss her und gleichzeitig darf Griechenland im Heimspiel gegen Luxemburg nicht gewinnen. «Wir schlagen die Schweiz», sagt Goalie Dudu Aouate. «Und vielleicht schafft Luxemburg das Unmögliche. Wer weiss?»
Für Israels Verbands-Boss Avi Luzon ist das Kapitel WM 2010 abgehakt: Er hat genug gesehen und reist erst gar nicht an. Damit drückt er sich nicht nur vor dem Spiel der letzten Hoffnung, sondern auch vor dem garstigen Wetter.
«Das ist hier nicht gerade wie in Mallorca oder Israel», muss Aouate, der beim spanischen Erstliga-Klub Mallorca spielt, nach der Ankunft feststellen. In Israel bei dreissig Grad abgeflogen, in Zürich bei acht gelandet. Wie die meisten seiner Mitspieler reist er kurzärmlig an und eilt rasch zum Car, mit dem die Nati zum Hotel Hilton nach Basel reist. Morgen Abend im Joggeli wirds noch kälter. Fünf Grad sagen die Wetterfrösche voraus.