Spuckaffäre von 2004 holt Nati-Captain wieder ein Wie Frei diesen Lamas hilft

  • Publiziert: 05.09.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Max Kern, Andreas Böni (Text) und Dominik Plüss (Fotos)

BASEL - Sie stehen im Ruf, dauernd zu spucken. Die beiden Lamas im Basler Zolli tun vor allem eines: Sie fressen. Und das auf Kosten von Alex Frei.

Die meisten der 1,6 Millionen jährlichen Besucher gehen an der Tafel mit den Donatoren-Namen vorbei. Wer im Basler Zolli trotzdem kurz stehen bleibt und die Namen der zahlreichen Spender liest, findet mindestens zwei bekannte Schweizer verewigt.

Unter der Rubrik «Paarhufer» steht: Niccel und Emil Steinberger, Montreux/Flusspferd. Und gleich darunter: Alex Frei, Biel-Benken/Lama. Emil Steinberger ist der Komiker Emil.

Die Geschichte hinter Freis Eintrag: Nach der Spuck-Affäre an der EM 2004 entschuldigte sich Frei nicht nur bei seinem Opfer Steven Gerrard, sondern auch bei der Schweizer Bevölkerung – mit einer humorvollen Geste: Frei adoptierte ein Lama.

Der Nati-Captain schrieb damals auf seiner Homepage: «Damit den Lamas in Zukunft die Spucke nicht mehr wegbleibt, habe ich persönlich für ein Lama aus dem Basler Zolli eine Patenschaft übernommen.»

In der Zwischenzeit ist ein zweites Lama dazugekommen, das auf Kosten von Frei frisst. Der FCB-Stürmer lachend: «Ich bezahle pro Lama 750 Franken pro Jahr.» 1500 Franken jährlich für Futter.

Und wie ists mit der Spuckerei bei Freis Lamas? Auf einer Tafel am Rande des Geheges steht: «Hengste zeigen ihre ‹Geringschätzung› für den Gegner, indem sie ihm eine übel riechende Mischung aus Speichel und Mageninhalt ins Gesicht spucken. Menschen werden nur dann Ziel, wenn sie unsanft mit den Tieren umgehen.»

Und über die Lebensweise der Lamas in der Natur steht auf einem Schild: Frei weidend ...