Im Mittelfeld von Serie-A-Klub Napoli ziehen drei Schweizer die Fäden. Doch Gökhan Inler, Blerim Dzemaili und Valon Behrami spielen nie gleichzeitig. Auch in der Nati gibts nur zwei Plätze – ein Problem? Das sagen Inler und Dzemaili im Blick.ch-Interview.
Gökhan Inler und Blerim Dzemaili, Sie kämpfen zusammen mit Valon Behrami bei Napoli und in der Nati um zwei Plätze. Etwas ungewöhnlich, nicht?
Inler: Es ist gut, wenn mehrere Schweizer zusammen im Klub spielen. Das hilft uns auch in der Nati.
Dzemaili: Dass wir drei Schweizer sind, ist schon ein bisschen speziell. Aber das kann auch ein Vorteil sein.
Warum spielt ihr nie zu dritt?
Dzemaili: Wir sind drei für zwei Positionen. Da muss halt einer draussen bleiben. Konkurrenz ist gut und wir wollen diese Saison mit Napoli etwas erreichen.
Inler: Es sind verschiedene Systeme und der Trainer muss entscheiden.
Nervt es nicht, dass immer einer draussen bleiben muss?
Inler: Wir haben so viele Spiele, jeder muss einfach auf seine Einsätze kommen. Abwechslung tut doch gut.
Geht es denn nicht zu dritt?
Dzemaili: Doch, es ist möglich. Gegen Palermo waren wir alle drei auf dem Platz. Aber das muss der Trainer entscheiden. Grundsätzlich braucht ein Team aber Stabilität und es ist nicht optimal, wenn drei ähnliche Charaktere spielen. Und es ist gut, wenn man mal pausieren kann.
Inler: Es wäre nie ein Problem, wenn wir gemeinsam spielen, weil wir uns gut kennen.
Unternehmt ihr eigentlich auch in der Freizeit zusammen was?
Dzemaili: Gökhan und ich sind gerade umgezogen, Valon sucht noch eine Wohnung.
Inler: Wenn wir dann mal Zeit haben, machen wir sicher etwas.
Wie läuft es Valon Behrami, der erst diesen Sommer zu Napoli gewechselt ist?
Inler: Er hat sich gut eingelebt. Blerim und ich sind schon länger hier. Die Stadt ist unglaublich lebendig.
Erzählen Sie.
Dzemaili: In Neapel muss man damit rechnen, dass man 20-30 Autogramme schreiben muss und Fotos machen. Das ist normal und auch das Schöne an Neapel und dem Fussball. Die Emotionen der Leute geben einem Kraft, um für sie jeden Sonntag alles zu geben.
Am Sonntag schossen Sie das 2:0 gegen die Fiorentina. Wie fühlt sich das an?
Dzemaili: Sensationell. Ich habe in den 14 Monaten in Neapel schon vier Tore erzielt. Es sind einige der schönsten Erfahrungen in meiner Karriere.
Wie steht es um die Motivation?
Inler: Wenn man für die Nati spielt, muss man alles für sein Land geben. Jetzt geht es los, es zählt. Wir haben einige gute Spiele gemacht, viele spielen in ihren Klubs.
Wie kann man Slowenien schlagen?
Dzemaili: Mit der richtigen Einstellung. Klar sind wir das bessere Team auf dem Papier, aber das müssen wir auch beweisen. Es ist der erste Match in dieser Quali und wir dürfen uns keine Blösse geben.
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