U17-Weltmeister wollen der Schweiz treu bleiben

  • Publiziert: 15.11.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Sébastian Lavoyer aus Abuja

Zwölf Secondos stehen in der Schweizer Weltmeister-Truppe. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld will deshalb ein Dutzend Gespräche führen: «Ich werde mit diesen Spielern gezielt das Gespräch suchen.»

Der Lörracher will jeden einzelnen überzeugen, auch in Zukunft das Schweizer Kreuz auf der Brust zu tragen. Denn seit den Fällen von Rakitic und Petric ist klar: Andere Nationen kennen keine Berührungsängste, buhlen intensiv um die Jungstars. Aktuelle Beispiele: Der albanische Verband wurde schon bei den Eltern von Granit Xhaka vorstellig. Auch Tunesien buhlt um Knipser Nassim Ben Khalifa.Hoffen auf die Gold-JungsSonntagsBlick fragte bei allen Secondos nach, ob sie auch für unsere A-Nati auflaufen würden. Die Antwort war einstimmig Ja. «Ich bin in Schwamendingen aufgewachsen. Ich würde ganz sicher auch für die A-Nati spielen.» (Ricardo Rodriguez, Chile). Und: «Für mich kommt nur die Schweiz in Frage.» (André Gonçalves, Portugal). Oder: «Ich werde immer für die Schweiz spielen – versprochen.» (Haris Seferovic, Bosnien-Herzegowina).Die Schweizer U17 – mehr Multikulti geht kaum! Die Kicker stammen aus 12 Ländern und drei Kontinenten. Von Chile (Rodriguez) über Tunesien (Ben Khalifa) bis in den Kongo (Joel Kiassumbua). Kaum einer lässt ein Hintertürchen offen. Alle versprechen dem Schweizer Verband die Treue. Die ganze Schweiz hofft nun, dass unsere Gold-Jungs Wort halten.