Nati rächt sich mit einem 3:0-Sieg für die Schmach vom Hinspiel Senderos und Huggel mit Köpfchen

  • Publiziert: 10.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Raphael Fiore

Unsere Nati hat sich in Luxemburg gegen das Grossherzogtum rehabilitiert. Das Verdikt fällt mit 3:0 für die Schweiz klar aus. Herausragende Figuren sind der Doppeltorschütze Senderos und Beni Huggel, der das 1000. Tor der Nati markiert.

395 Tage ist es her, seit die Schweizer Nationalmannschaft die historische 1:2-Niederlage gegen Luxemburg kassierte. Doch die Schmach im Letzigrund wurde heute eindrucksvoll getilgt. Mit einem Blitzstart sorgt die Schweiz für klare Verhältnisse. Ausgerechnet Notnagel Senderos köpft innert Minutenfrist doppelt zur 2:0-Führung ein. Bereits nach acht Minuten waren die Luxemburger verputzt, die Rache geglückt.

Huggel erzielt Jubiläumstreffer

Die Schweiz versucht weiterhin Druck zu machen. Das Torverhältnis kann entscheidend sein. Und nach 22. Minuten klingelt es wieder im Kasten von Joubert. Schon wieder trifft ein Schweizer Spieler per Kopf. Beim Eckball konzentrieren sich die Luxemburger Verteidiger auf Senderos und vergessen dabei Kopfballungeheuer Huggel. Der Basler nützt die ihm gegebenen Freiheiten und nickt zum 3:0 ein.

Der zweite Nati-Treffer des Mittelfeldspielers im 35. Einsatz. Es ist das 1000. Goal in der Nati-Geschichte. 104 Jahre hat es gedauert, bis diese Marke erreicht wurde. Damit geht Beni Huggel in die Annalen ein, wer hätte das gedacht?

Über die zweite Hälfte hüllen wir den Mantel des Schweigens, es passierte nämlich gar nichts. Einzig wichtige Notiz: Die Gelben Karten von Steve von Bergen und Tranquillo Barnetta wirken sich nicht nachteilig aus, somit ist kein Spieler im letzten Match gegen Israel gesperrt.

Bereits wieder in der Schweiz

Die Schweizer Nationalmannschaft flog nach dem Schlusspfiff bereits wieder zurück und landete um 22.30 Uhr in Zürich. In der SWISS-Maschine wurde die Delegation laufend über das Spiel zwischen Griechenland und Lettland informiert. Aus einer vorzeitigen WM-Qualifikation wurde aber nichts. «Wir sind schon ein bisschen enttäuscht», sagt Reto Ziegler gegenüber Blick.ch, «doch wir haben es ja selbst in den Händen und werden uns am Mittwoch qualifizieren.»

Gekas verhindert Schweizer Jubel

Theofanis Gekas ist beim 5:2-Sieg Griechenlands der gefeierte Held. Bereits nach vier Minuten bringt der Leverkusen-Stürmer seine Farben in Führung. Doch die Letten schlagen zurück, gleichen in der 12. Minute mit einem herrlichen Verpakosvkis-Fallrückzieher aus. Und in der 41. Minute gehen die Balten sogar in Führung. Wieder trifft Verpakovskis.

Kurz nach der Pause schlagen die Hellenen zurück und kommen durch einen umstrittenen Penalty-Treffer durch Gekas zum Ausgleich. In der Folge dominiert das Team von Otto Rehhagel das Geschehen und in der 57. Minute trifft Gekas, der bei Leverkusen in der Stürmerhierarchie hinter Eren Derdiyok steht, zum dritten Mal.

Mit einem weiteren herrlichen Fallrückzieher versetzt Celtic-Stürmer Samaras den Letten den Todesstoss. Den Schlusspunkt markiert dann aber der Mann des Abends: Gekas erzielt in der Nachspielzeit auch noch seinen vierten Treffer. Die Balten müssen nun ihr Spiel gegen Moldawien gewinnen – und hoffen, dass die Griechen über Luxemburg stolpern. (sim)

Umfrage geschlossen!

Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.