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Ihr Mann Hamza habe sich den ganzen Tag freigenommen, «damit er Haris gucken kann», erzählt Sefika Seferovic.
Die Mutter von U17-Stürmer Haris Seferovic hofft, dass sie auch ein wenig früher von der Arbeit gehen kann. Sie wolle doch nichts verpassen, sagt sie.
Schon beim Anschlagsbrett vor der Eingangstüre hängt ein Zeitungsartikel über die Schweizer Himmelsstürmer in Nigeria. Auf dem Esstisch liegen noch viele mehr. «Arbeitskollegen bringen mir Zeitungsausschnitte über ihn mit. Ich werde überall auf Haris angesprochen», erzählt Sefika und strahlt. «Wir sind sehr stolz auf ihn und auf die ganze Mannschaft.»
Ausnahmezustand in Sursee
Mit Ausnahme von Schwester Azra (21), sie muss arbeiten, wird sich heute die ganze Familie Seferovic um den TV im Wohnzimmer scharen. Und Daumen drücken. «Es ist speziell, wenn ich Haris am Fernsehen sehe», sagt der kleine Bruder Adis. Der 11-Jährige spielt beim FC Sursee. «Haris ist mein Vorbild», sagt Adis und blättert mit Mama im Fotoalbum.
Auf den Spuren von Cristiano Ronaldo
Das Vorbild seines grossen Bruders heisst unübersehbar Cristiano Ronaldo. Der Real-Star hängt als Poster im Zimmer, klebt als Abziehbildchen auf persönlichen Unterlagen. Mama Sefika setzt sich auf das Bett ihres Sprösslings. «Wir vermissen ihn schon ein wenig», sagt sie. Sorgen macht sie sich aber keine, denn sie ist überzeugt, dass er beim Verband in guten Händen ist.
GC ist eine gute Wahl
Wie auch bei GC in Niederhasli, wo Haris von Montag bis Freitag wohnt. Über Sursee und Luzern ist Haris zu GC gekommen. «Eine gute Wahl», findet sie.
Eine gute Nachricht kommt selten allein. Jetzt durfte die Mama lesen, «dass Herr Sforza Haris nach der WM noch näher an die 1. Mannschaft heranziehen will». Sefika freuts. Der jahrelange Aufwand hat sich gelohnt. «Jede Arbeit zahlt sich irgendwann aus.»