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Schämt euch! So peinlich waren wir seit dem Jahr 1996 nicht mehr! Damals verlor unsere Mannschaft in Aserbaidschan mit 0:1. Und jetzt gegen die «Grossmacht» Luxemburg mit 1:2.
Lieber Ottmar Hitzfeld, wen sollen wir denn überhaupt noch schlagen? Die Frauen-Mannschaft von GC/Schwerzenbach?
Doch was lief von der Aufstellung her falsch?
Sehr, sehr komisch, wie Hakan Yakin in der ersten Halbzeit quasi auf der Sechser-Position spielte oder spielen musste. Sehr rätselhaft, warum Valentin Stocker 90 Minuten auf dem Platz bleiben durfte, obwohl er wohl keinen Pass geschlagen hatte, der auch ankam. Dasselbe gilt für Tranquillo Barnetta, der einfach seit Monaten nicht aus seinem Loch kommt. Und warum plötzlich auch noch Diego Benaglio daneben greift, ist ein Rätsel. Die Verteidigung? Ein einziger Hühnerhaufen.
Einzig Blaise Nkufo, der wenigstens traf, und Gökhan Inler, der den einen oder anderen Zweikampf gewann, erledigten ihren Job.
20 500 Fans kamen gestern in den Letzigrund. Sangen auch nach dem 0:1: «Steht auf, wenn ihr Schweizer seid!» Obwohl die Mannschaft im Rückstand gegen einen Gegner war, dessen Spieler bei Klubs wie Dudelange, Differdange, Ettelbruck, Esch oder Kongsvinger spielen. Jede Wette, keiner unserer Nati-Spieler hat jemals einen von diesen Klubs überhaupt gehört.
Eine reine Provokation war es, wie aufreizend sich Johan Vonlanthen an der Seitenlinie warmlief oder besser gesagt: warm stand.
Der Salzburg-Söldner mag zurecht enttäuscht gewesen sein, dass er trotz der schwachen Leistungen von Stocker und Barnetta so lange draussen bleiben musste. Aber sich so zur Schau zu stellen, ist Verrat an den vielen Fans.
Im Oktober kommt es zunächst zum Spiel gegen Lettland, dann zur Partie in Griechenland. Da müssen zwei Siege her.
Damit die Chance auf die WM 2010 in Südafrika gewahrt bleibt. Und damit die Spieler das Trikot mit dem Kreuz auch verdient haben, wenn es 2009 kommt.
Alex Frei überzeugte nicht.- Toto Marti