Wenn das nur heute Abend nicht passiert. Schiedsrichter Paolo Tagliavento (39) sorgte letzte Saison mit einem spektakulären Tor-Klau für Schlagzeilen. Heute pfeift der Italiener das Spiel Slowenien – Schweiz.
Der 25. Februar 2012 in Mailand. Der AC Milan empfängt Juventus Turin zum Spitzenspiel in der Serie A. Schon in der 25. Minute kommt es zum Skandal. Sulley Muntari schiebt zum 2:0 für Milan ein. Der Ball ist deutlich hinter der Linie, als ihn Juve-Keeper Gianluigi Buffon aus dem Tor fischt.
Alle sehen den Treffer, nur Schiedsrichter Paolo Tagliavento und sein Assistent nicht. Das Goal zählt nicht! Das Spiel endet schliesslich 1:1. Milan verpasst es so, den Vorsprung in der Tabelle auf vier Punkte auszubauen und muss schliesslich Juve ziehen lassen.
Die «Alte Dame» gewinnt später ihren 28. Meistertitel mit vier Zählern Vorsprung. Wer weiss was passiert wäre, hätte Milan diesen Match gewonnen.
Es ist nicht der erste Aufreger um den Tagliavento. 2006 gehörte der 39-Jährige zu den Verdächtigen im «Calcio Gate», dem grossen Manipulationsskandal in Italien. Tagliavento wurde jedoch freigesprochen.
Heute nun arbitriert der Italiener den Auftakt in die WM-Quali zwischen Slowenien und der Schweiz. Bleibt zu hoffen, dass sich Tagliavento nicht erneut einen derartigen Fehltritt leistet. An der Erfahrung kann es nicht liegen. Tagliavento pfeift seit 2007 auf internationalem Niveau und seit 2003 in der Serie A. (sme)
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