Schau mal, Mami ... ... das waren die Krallbaner

Ausgerechnet gegen «sein» Albanien wird Xherdan Shaqiri (20) wieder mal zum Matchwinner. Die Blessuren, die er davonträgt, sind kein Zufall.

  • Publiziert: , Aktualisiert:

Es ist Dienstag, kurz vor Mitternacht, als Shaq im Mannschaftshotel Schweizerhof in Luzern eintrifft. Dort wartet bereits seine stolze Familie. Schwesterchen Medina, Mama Fatime, Papa Isen und seine Brüder Erdin und Arianit.

Sie stossen entspannt mit Tee und Wasser auf den 2:0-Sieg der Schweiz gegen ihr Heimatland Albanien an. Vor allem aber auf die Leistung von Xherdan, der das 1:0 selbst erzielte und am 2:0 massgeblichen Anteil hatte. Auch wenn er ein paar Blessuren ­mitgebracht hat.

BLICK taufte Shaq nach ­seiner Gala den «Knallbaner». Nach dem Match zeigt er Mami die Spuren der «Krallbaner».

Seinen Hals zieren drei blutige Striemen. Shaqiri nimmts locker: «Das war keine Katze oder so, sondern ein Gegner.»

Alle gegen Shaq

Wie fast immer ist der Zauberzwerg ganz cool. Doch auch ihm ist nicht entgangen, dass es die Gegenspieler immer mehr auf ihn abgesehen haben. Das war in Slowenien so – ebenso gegen Albanien.

Shaqiri: «Ottmar Hitzfeld hat deshalb mit mir schon nach dem Slowenien-Spiel gesprochen und gesagt, dass ich als Spieler eines Topklubs noch mehr aufpassen muss, dass ich mich nicht provozieren lasse. Ich merke, dass ich als Bayern-Spieler mehr auf die Socken bekomme. Damit muss ich umgehen können und ruhig bleiben. Ich kann das.»

Weder die Pfiffe der albanischen Fans noch ein Bierbecher, der in seine Richtung geflogen kam, brachten ihn aus der Ruhe. Shaq: «Es war ja klar, dass es hitzig werden würde. Damit mussten wir rechnen. Wichtig ist, dass wir als Team superkonzentriert geblieben sind und ­einen tollen Start in die WM-Quali hingelegt haben.»

Doch der Kraftwürfel schaut auch schon nach vorne: «Wir wollen alle nach Brasilien, träumen sogar vom Gruppensieg. Nach diesem Start ist das möglich. Wir haben einen tollen Zusammenhalt in der Truppe und eine gute Stimmung.»

Selbstbewusst zurück nach München

Mit ein paar Kampfspuren, aber mit noch breiterer Brust kehrte Shaqiri gestern nach München zurück, wo er am Nachmittag mit den Bayern trainierte. Rund 20 Minuten lockeres Auslaufen mit den anderen Nationalspielern standen auf dem Programm.

Dabei fehlten zwei seiner Konkur­renten um einen Platz in der Startelf: Toni Kroos und Arjen Robben. Vor allem der Einsatz des Oranje-Turbos (Leistenprobleme) am Samstag gegen Mainz ist ungewiss. Die Chancen auf einen Einsatz von Beginn weg steigen also für unseren Knallbaner.

Nicht zuletzt wegen seines starken Auftritts am Dienstagabend.

Shaqiri: «Albanien hatte keine richtige Torchance»

Beliebteste Kommentare

  • Fred   Koller
    "Zauberzwerg", "Kraftwürfel", "Knall- oder Krallbaner".... sorry. BLICK. Habt Ihr einen Kindergärtner als Redaktor verpflichtet? Nennt den Mann doch einfach bei seinem richtigen Namen, das wird langsam echt lächerlich und peinlich, ich hoffe Xherdan liest keinen Blick!
  • Adrijana  Berishaj , St. Gallen
    Einfach zuckersüss dieser familienzusammenhalt. Während andere spieler nach Erfolgen lieber mit alkohol und prostutierten feiern, Entspannt sich shaq lieber mit tee und familie. Das nennt man mal ein wahres vorbild...

Alle Kommentare (29)

  •   Andy L. , Dübendorf
    Also warum diskutieren Leute die ganze zeit über die Schweiz? Die gewissen Spieler haben das glück in einem Land aufzuwachsen, wo es ihnen besser geht und sie haben entschieden für wenn sie spielen wollen. Da sieht man das noch viele Länder in der Steinzeit leben.
    • 14.09.2012
    • 10
    • 1
  • Thomas  Glauser , Steffisburg , via Facebook
    Stolz, ich bin einachr nur stolz auf diese super truppe und vor allem auch auf xherdan granit und valon. Es ist mit sicherheit nicht einfach gegen sein heimatland zu spielen. Jeder der dies nicht versteht ist zu bedauern. Wie diese spieler sich trotzdem voll engagiert haben ist vorbildlich, und auch deren verhalten auf die wirklich dummen medienberichte war voebildlich. Ich bin stolz auf euch und stolz dass ihr für uns spielt. Ihr seid wahre helden, selbst und vor allem auch weil ihr zu eurer herkunft steht und stolz darauf seid. Merci viu mau
    • 13.09.2012
    • 28
    • 2
  • Abel  Emini
    Hoffen wir bald auf eine gemeinsame Mannschaft "Albanien und Kosovo"!
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