
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Kaum ist die Qualifikation geschafft, gilt die volle Konzentration bereits der WM-Planung. Der Fahrplan nach Südafrika ist dabei knapp berechnet: Ottmar Hitzfeld bieten sich bis zum Start der WM-Kampagne nur zwei Termine an, um neue Spieler oder andere Spielsysteme zu testen.
Bisher trat die Nati stets mit einem «4-4-2» auf. Das bedeutet, dass im zentralen Mittelfeld zwei eher defensiv Eingestellte fungieren (meist Huggel und Inler). In der Mitte bleibt kein Platz für einen Spielgestalter. Der Wind nach vorne bläst dadurch fast ausschliesslich über die Aussen: Gegen Israel waren Barnetta und Padalino die Aktivposten. Durch die Mitte kam wenig Kreatives.
Profitiert Yakin von möglichem Systemwechsel?
«Wir wollen auch an der WM etwas erreichen», sagt Hitzfeld nach Spielschluss. Für die Endrunde schliesst der Lörracher einen Systemwechsel nicht aus. «Das Ziel ist, unsere Spielqualität zu verbessern». Er dürfte wohl ein System mit einer klassischen Nummer 10 testen, aber welches denn? Ein «4-2-3-1», ein «4-1-4-1», ein «4-4-1-1» oder gar ein «4-3-1-2»?
Egal wie, freuen dürfte sich bei diesem Gedanken Hakan Yakin: Der Spielmacher vom FC Luzern war bisher nur Ergänzungsspieler, will an der WM aber unbedingt in der Stammelf stehen. In der Rolle als zentraler Spielgestalter dürfte kein Weg an ihm vorbeigehen.
Damit neue Spieler und Taktiken reifen und Automatismen greifen können, braucht es Testspiele. Im WM-Countdown sind diese rar gesät: Nur zwei Partien bis zum Start der WM-Vorbereitung müssen reichen. Am 14. November wird in Genf das erste Testspiel bestritten. Der Gegner heisst voraussichtlich Norwegen, das als schlechtester Gruppenzweiter die Barrage nur knapp verpasst hat.
Zweiter Testspiel-Gegner noch offen
Sollten die Verhandlungen mit dem norwegischen Verband scheitern, hat sich bereits Tschechien als möglicher Gegner angeboten. Die Tschechen sind ebenfalls in der WM-Quali gescheitert. Das zweite Testspiel ist auf den 3. März 2010 terminiert. Austragungsort und Gegner sind noch unbekannt.
Danach geht alles ruck, zuck: Am 10. Mai müssen sämtliche Cup- und Meisterschaftsspiele in den nationalen Wettbewerben ausgetragen sein. Die Schweizer Spieler können sich dann bis zum 23. Mai ausruhen. Danach beginnt die Vorbereitungsphase für die WM. Es bleibt zu hoffen, dass sich unmittelbar vor dem Showdown in Südafrika noch das eine oder andere Testspiel einplanen lässt.
play
Es bleibt Hitzfeld wenig Zeit für Experimente. (RDB)