Petkovic-Poker um Vertragsverlängerung Es geht um Geld!

Die Verhandlungen über den neuen Vertrag mit Fussball-Nati-Coach Vladimir Petkovic sind ins Stocken geraten. Es geht um Geld!

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Vladimir Petkovic war die letzten Tage zu Besuch bei seinen Eltern in Sarajevo. Und er war regelmässig in Kontakt mit seinen Nati-Spielern, die im Multipack den Klub gewechselt haben. Alle mit dem Ziel, sich dank Spielpraxis für das Schweizer EM-Kader zu empfehlen.

Jetzt steht Petkovic lächelnd auf der Bühne im KKL Luzern. Er gibt charmant Auskunft, er macht Spässchen, er wirkt locker. Selten hat man ihn derart entspannt gesehen wie an diesem Montagabend bei der Award Night der Swiss Football League.

Nichts ist zu sehen vom Mann, der in der Öffentlichkeit vielfach distanziert wirkt. Und nach wie vor um Sympathien und breite Anerkennung kämpfen muss. Auch angesprochen auf seine bevorstehende Vertragsverlängerung, gibt sich der Tessiner gelassen. «Wir haben keine Eile und sind nicht unter Druck.»

Und auch Verbands­präsident Peter Gilliéron versprüht in der Sache alles andere als Aufregung. «Wir sind laufend in Kontakt und führen sehr gute Gespräche ohne jeden Zeitdruck.» Ursprünglich sah der Zeitplan vor, dass die Personalie Petkovic bis Ende 2015 unter Dach und Fach ist. Woran hapert es denn noch? «Es geht um Detailfragen. Aber wir werden das lösen», sagt Petkovic.

Bislang verdient Petkovic 800'000 Fr. jährlich

Brisant: Bei diesen «Detail­fragen» geht es in erster Linie um Geld. Die Gehaltsvorstellungen von Petkovic sind höher als das bisherige Angebot des Verbandes. Petkovic hat bis anhin einen Jahreslohn von 800'000 Franken.

Das ist im Vergleich zu seinem Vorgänger Ottmar Hitzfeld relativ bescheiden. Vor allem, weil Hitzfeld ein begehrter Botschafter für verschiedene Firmen war. Und sich sein Gehalt mit Werbeverträgen markant aufgebessert hat. Auf mehr als zwei Millionen im Jahr.

Petkovic ist bis jetzt als Werbeträger wenig gefragt. Darum läuft nun im Hintergrund ein Seilziehen um sein Salär. Klar ist bisher nur die Vertrags­dauer. Der neue Vertrag gilt, solange die Schweiz eine mathematische Chance für die WM-­Quali 2018 in Russland hat. Sobald eine Qualifikation rechnerisch nicht mehr möglich ist, läuft er aus. Sonst ist er gültig bis nach der Endrunde in Russland.

Eine Vertragsvariante übrigens, die schon beim laufenden Vertrag ausgearbeitet wurde.

Publiziert am 02.02.2016 | Aktualisiert am 15.02.2016

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72 Kommentare
  • rené  jauslin aus Basel
    03.02.2016
    lasst Ihn doch Pokern, Pektovic, Gilliéron und Stadelmann sofort Entlassen. Bevor sie die Fussball-Nati in Abgrund und zur Lachnummer machen.
  • Artur  Nuttli , via Facebook 03.02.2016
    Petkovic ist ein Schnäppchen! Und womöglich wurde ihm bei erreichen der EM zugesichert, das neu über den Lohn verhandelt werden kann. Köbi Kuhn hatte 700000 mit einem wesentlich geringeren Leistungsausweis.
  • Fritz  Vonderhalden 03.02.2016
    Vertrag auflösen und sofort durch x-beliebigen ersetzen. Man wird keine Veränderung merken. Sowas unmögliches mit seiner Deutsch-Sprache...
  • Bruno  Füchslin aus Richterswil
    03.02.2016
    das musste ja kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche: Die Nachnamen und "Ausländer" dürfen bei jeder "sachlichen" Kritik ja nicht vergessen gehen. Denn schliesslich haben "echte" Schweizer primär ein Problem: Es sind "Ausländer". Und die kann man überall einschleusen: Bei Fussballern, bei Trainern, auf Schulhausplätzen, im Ausgang, auf dem Arbeitsmarkt und wo auch immer. Wenn wir die "Ausländer" nicht hätten, ginge es uns doch allen gut, nicht wahr?
    • Thomas  Hager aus Luzern
      03.02.2016
      Wenn es eine Weltmeisterschaft im Rassistensein gäbe wären wir Favorit.
  • Peter  Selbstgestrickt 03.02.2016
    800 000.- ist sehr viel Geld. Ich lebe selber bewusst sehr bescheiden und würde sehr viele Jahre brauchen bis ich so viel verdient habe. Fairerweise muss man aber trotzdem sagen, Petkovic ist vielleicht morgen schon weg und hat vielleicht jahrelang keinen Job als Trainer mehr. Dann muss er ev jahrelang von seinen Reserven leben. So gesehen verteilt sich sein jetztiges Jahresgehalt über viele Jahre und reduziert sich im Jahresschnitt entsprechend. Ein anderer würde nicht weniger verdienen wollen.