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Michael Hüppi sprach Klartext über die Zukunft der St. Galler. (Keystone)
Waren Sie beim Match gegen Australien im Stadion?
Michael Hüppi: Nein, ich habe mir das Spiel zu Hause angeschaut.
Wie denken Sie über die Pfiffe gegen Alex Frei?
Ich habe generell Mühe mit Pfeifkonzerten im Sport. Das ist absolut daneben.
Der in St. Gallen aufgewachsene Nati-Spieler Moreno Costanzo, der bis letzte Saison noch beim FCSG kickte, spricht von einem St. Galler Phänomen.
Das St. Galler Publikum pfeife die eigene Mannschaft grundsätzlich schnell aus.
Glauben Sie an diese Theorie?
Das St. Galler Publikum ist eigentlich sehr dankbar. Aber auch sehr kritisch. Darum kann die gute Stimmung schnell kippen.
In keiner anderen Schweizer Stadt ist das Problem so akut wie in St. Gallen.
Das ist offensichtlich so.
Kennen Sie eine mögliche Lösung für das Pfeif-Problem?
Die Nati muss in St. Gallen mehr Tore schiessen (lacht).
Haben Sie Angst, dass künftig keine Länderspiele mehr in der AFGArena ausgetragen werden?
Das wäre sehr schade. Die AFGArena ist für viele Länderspiele perfekt. Zudem sind Länderspiele für uns wirtschaftlich interessant.
Der Nati-Delegierte Peter Stadelmann sitzt auch in der Sportkommission des FC St. Gallen. Kann er Ottmar Hitzfeld besänftigen, falls dieser nicht mehr in St. Gallen spielen will?
Ich hoffe, er schafft das – falls nötig. Ein paar Tage nach dem Spiel nehmen die Verantwortlichen das hoffentlich auch gelassener.
Na ja, wenn Spieler wie Eren Derdiyok von einem «Auswärtsspiel in St. Gallen» sprechen, ist das nicht die beste Werbung.
Richtig. Ich meine aber, dass die Fussballer nicht so zart besaitet sein dürfen. Man muss auch einstecken können.