Luxus-RS für Fussballprofi Rekrut Zakaria, abtreten!

Die sieben Tage bei der Nati werden Rekrut Denis Zakaria angerechnet. Früher war das noch ganz anders, wie Köbi Kuhn weiss.

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Wohnen im Vier-Sterne-Tempel Villa Sassa in Lugano, Essen im 14-Punkte-Restaurant (Gault Millau) des «Ai Giardini di Sassa», Tagwache erst um 8 Uhr. So lässt sich die Rekrutenschule aushalten! Diese Form der Luxus-RS geniesst Nati-Spieler Denis Zakaria (19). Der Kasernen-Drill ist weit, weit weg.

Montag vor einer Woche rückt der YB-Spieler zur Sportler-RS ein. Nach zwei Diensttagen heissts für Rekrut Zakaria bereits wieder «Abreten!»

Einrücken im 1000 Franken teuren Tarnanzug

Mit YB fliegt der Rekrut nach Zypern zum Europa-League-Spiel gegen Apoel Nikosia. Nach dem Rückflug beginnt am Freitag die Vorbereitung aufs Luzern-Spiel vom letzten Sonntag. Und am Tag darauf rückt Rekrut Zakaria in Lugano ins Nati-Camp ein – immerhin im «Tarn-Anzug», einer 1000 Franken teuren Jacke der Trendmarke Moncler.

Erst nach dem Länderspiel gegen die Färöer am Sonntag muss Zakaria wieder zur Truppe. Die sieben Tage Nati und die Trainingslager mit YB werden als Dienst angerechnet.

Was für ein Unterschied zu früher!

Ex-Nati-Coach Köbi Kuhn (73), der 2001 in der Sportler-RS Fussballer trainierte, erinnert sich an seine Grenadier-RS 1963 als Nati-Spieler in Losono TI.

Kuhn: «Um halb sechs in der Früh ging ich in Losone los. Mit dem Bus bis Locarno. Dann mit dem Zug. Umsteigen in Göschenen. Umsteigen in Andermatt. Dann über die Furka. Nach sieben Stunden Reiserei kam ich schliesslich in Sion an. Nach dem Spiel fuhr ich mit dem Mannschaftsbus nach Zürich zurück, bestieg dort den Nachtzug. Um halb fünf in der Früh war ich wieder bei der Truppe, eine Stunde später war Tagwache ...»
«Und», sagt Kuhn noch, «im November 1963 bekam ich für ein Länderspiel gegen Norwegen keinen Urlaub.»

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 12.11.2016

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3 Kommentare
  • Jack   Hammer aus Rütli
    12.11.2016
    Ich war auch mit einem Fußballer in der RS . Der war mehrheitlich weg , sonst war alles beim Gleichen. Ich finde es jedoch nicht richtig , dass Sportler für diese 4 Monate privilegiert werden. Alle jungen Männer ob Reich oder Arm , Sportler or Gärtner , sollen für diese Zeit gleich gestellt sein.
  • Peter  Graser 11.11.2016
    Ja, wir wissen, dass früher alles anders war und die Spieler vor 100 Jahren noch mit der Postkutsche über den Gotthardpass gefahren sind, die Reise nach Zürich über vier Monate dauerte und ein Hufschmied für das 3 Rappen teure Billet im Durchschnitt vierzehn Jahre als Knecht arbeiten musste. Für Länderspiele gegen die KuK-Monarchie und das Osmanische Reich bekam übrigens auch niemand frei!
    • Eric  Lang aus Aarau
      12.11.2016
      Man kann alles ins lächerliche ziehen, vernünftige Menschen behalten aber die Relationen im Überblick, was Sie ganz offensichtlich nicht tun.