Lustenberger so ehrlich wie nie «Darum hat sich Petkovic gegen mich entschieden»

Mit Hertha BSC reitet Fabian Lustenberger (28) auf der Erfolgswelle. In der Nati ist der Innerschweizer allerdings gar kein Thema. Nun erzählt er, warum.

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Schweigen ist Gold, sagt sich Fabian Lustenberger seit dem letzten Sommer, als er bei Hertha BSC urplötzlich als Captain abgesetzt wird. Nun aber ist Schluss mit dem selbstauferlegten Maulkorb. Lustenberger gibt im «Kicker» einen Einblick in sein Innenleben.

So spricht «Lusti» erstmals über seine Entmachtung als Hertha-Captain: «Das kam schon überraschend. Aber die Entscheidung steht, der Trainer (Pal Dardai, Anm.d.Red.) hat sie so getroffen mit seinem Team. Ich hatte ein paar Tage damit zu tun. Es war ganz gut, dass danach zwei Tage frei waren und ich mich viel mit der Familie unterhalten konnte.»

Dass er die Binde nicht mehr trage, sei nicht der Grund für seinen markanten Formanstieg: «Ich glaube, dass hat nichts damit zu tun. Ich behaupte mal, dass ich auch in den drei Jahren als Kapitän nicht schlecht gespielt habe, obwohl es zum Teil so rübergebracht wurde.»

Auch über das Thema Schweizer Nati gibt sich Lustenberger offen. «Die WM 2018 in Russland ist in meinem Kopf. Aber im Kopf unseres Nationaltrainers bin ich kein Thema. Ich habe es ein bisschen drauf angelegt, deshalb kann ich es akzeptieren. Wenn ich es zur WM schaffe, ist es gut – wenn nicht, habe ich mit meiner Familie einen schönen Urlaub.»

Nati-Coach Vladimir Petkovic habe seine Gründe, ihn nicht zu berücksichtigen. Lustenberger: «Ich habe mich immer korrekt verhalten. Ich habe nie einen Stammplatz oder eine Einsatzgarantie gefordert, sondern ich wollte eine Chance. Der Nationaltrainer sieht mich halt als Innenverteidiger – und vor mir sind drei bis vier andere Innenverteidiger. Dann habe ich ihm gesagt, dass mit 28 Jahren dabei sein nicht mehr alles ist. Ich habe zu Hause eine Familie, die es auch gern hat, wenn ich mal ein Wochenende zu Hause bin. Seitdem hat er sich gegen mich entschieden. Das ist sein gutes Recht, ich bin da nicht nachtragend oder sauer auf ihn.»

Sein Herz aber schlage natürlich weiter für die Nati. Er schmunzelt: «So ist es eben: In meiner Heimat fliege ich unter dem Radar, dafür bei Hertha über dem Radar. Trotzdem bin ich ein Fan der Schweizer Nationalmannschaft und freue mich über die Siege in der WM-Qualifikation. Ich bin da immer gern hingefahren.»

Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017

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26 Kommentare
  • P  Kern aus Zürich
    10.01.2017
    Hr. Stierli, sich für eine EM mit 24 Mannschaften zu qualifizieren ist wirklich keine grosse Leistung. Früher waren nur 8 bzw. 16 Mannschaften dabei, heute ist jedes zweite europ. Land dabei. Hier noch die Trainer, welche mehr als ein Petkovic erreicht haben: H. Müller - WM 1/4 Final, K. Rappan - zwei mal WM 1/4 Final !!!, T. Duckworth - Olympiasilber, R. Hodgson + J. Kuhn beide WM und EM Teilnahme und O. Hitzfeld - zwei mal an einer WM dabei. Petkovic wird es niemals an einer WM schaffen.
    • Domenico  Gravino 10.01.2017
      Vergleichen Sie bitte nicht die Anfänge der CH-Nati, denn ab den 60er bis 1994 war die Nati nirgendwo! Ich kannte auch Goalie Ballabio (40-50er Jahren) den "schwarzen Panther" persönlich als ehem. Grenchner, Kuhn und Odermatt waren auch in der Europa-Auswahl, da waren Sie wohl noch in den Windeln oder nicht geboren, dann kam endlich Roy. Die Konstanz die momentan Vlado abliefert hat vor Ihm noch keiner geschafft! Wir werden besser egal ob mit secondos ähm sorry terzos-septos!
    • Marcel  Stierli aus Mérida, México
      10.01.2017
      Herr Kern, jetzt gehen sie mal auf der Weltkarte die Länder zählen. Da sind nur schon in Europa 15 mehr dabei. Nur logisch, dass mehr Mannschaften an Turnieren mit machen. Die von ihnen genannten Herren, zum Beispiel Rappan, mussten zum Teil 1 Spiel für die Quali absolvieren. Ich denke, was vor der WM 66 war, hat 0 Bedeutung. Den Rest wird Petkovic in den nächsten Jahren egalisieren. Wenn nicht, bin ich mir nicht zu schade ihnen zu gratulieren.
  • John  Freedom 10.01.2017
    Wer ist Hitzfeld? Und was ist ein Lustenberger?? Alles Namen, die unserer Nati nichts gebracht haben.. Wir sind besser dran ohne Sie
  • H.  Potter aus Zürich
    10.01.2017
    Sind wir ehrlich, welcher Chef gibt jemandem eine Chance, wenn er weiss, dass derjenige der die Chance bekommt, ihm dem Chef ständig widerspricht? Kein vernünftiger, erfolgsorientierter Chef würde das machen! Sei es im Sport oder im sonstigen Berufsleben, wer sich nicht an die Vorgaben hält, kommt nicht weiter oder anders gesagt, wer nicht spuhrt, gewinnt nichts!
    • drafi  schweizer aus berg
      10.01.2017
      falsch, ein guter Chef versucht das Problem zu lösen, der einfachste Weg ist niemals der beste, und die Pflicht eines Nationaltrainers ist es die bestmögliche Mannschaft aufzustellen, ich finde Petkovic macht einen guten Job, ob er das Problem lustenberger wie ein guter Chef gelöst hat weiss keiner der nichts damit zu tun hat sondern nur die Betroffenen selbst, ist er ohne erfolgreich hat er jedoch alles richtig gemach, seiner Ansicht nach, so einfach ist das
  • Andreas  N. aus Zürich
    10.01.2017
    Also an Djourou und Schär sollte er schon vorbeikommen, aber nicht bei Petkovic, leider.
  • Andeas  Capaul aus chur
    10.01.2017
    ich bin kein fan vom trainer, aber noch viel weniger von lusti. ein selbsternannter bundesligastar ohne echten leistungsausweis braucht das team echt nicht. ein paar gute spiele als captain bei herta reichen nun mal nicht, finde dich endlich damit ab und verschon uns bei jeder sich bietenden gelegenheit daruf hinzuweisen, dass du in der buli ein star bist, uiuiui! es reicht, mach in berlin deinen job und gut ist.