Jetzt redet Granit Xhaka
«Ich fühle mich falsch verstanden»

Granit Xhaka reagiert auf den Wirbel, den er mit dem offenen Brief an «sein» Volk im Kosovo und in Albanien selber ausgelöst hat.
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Die WM-Quali steht an. Die Nati bereitet sich in Feusisberg (SZ) auf das Schlüsselspiel gegen Europameister Portugal am kommenden Dienstag in Basel vor. Der Neustart nach dem Achtelfinal-Out an der EM wurde aber von einem Thema eingeläutet, das man eigentlich für abgeschlossen hielt. Granit Xhaka, der Taktgeber unserer Nati, hat es wieder angestossen.

Mit einem offenen Brief an die Menschen im Kosovo und in Albanien. Darin erklärt er, dass er gerne für den Kosovo gespielt hätte und alle Möglichkeiten geprüft habe. Es sei jedoch wegen einer Fifa-Weisung nicht möglich und er habe der Schweiz auch sehr viel zu verdanken.

Klar, dass dieser Brief für heftige Reaktionen sorgte. Viele Schweizer hat er damit vor den Kopf gestossen. Viele zollen ihm aber auch Respekt für die ehrlichen Worte und haben Verständnis für die schwierige Situation, die Zerrissenheit, in der sich Spieler mit Migrations-Hintergrund befinden.

Gegenüber dem Schweizer Fernsehen hat sich Xhaka inzwischen erklärt. Es sei schade, dass das Thema erneut so hohe Wellen schlage. «Ich wollte nur den albanischen Menschen im Kosovo und auf der ganzen Welt erklären, warum ich weiter für die Schweizer Nati spiele.» Er habe im Brief neunzig Prozent positiv über die Schweiz geschrieben und sehe das Problem nicht.

Auf die Frage, ob er sich momentan komplett falsch verstanden fühle, sagt der 23-Jährige: «Nicht nur im Moment, auch schon öfters in der Vergangenheit.»

Xhaka ist enttäuscht, verletzt und genervt, fühlt sich angegriffen und machtlos. Er könne denen, die ihn jetzt attackieren, nur mit guten Leistungen auf dem Platz antworten. Und wer sich auch davon nicht überzeugen lasse, dem könne er nicht mehr helfen.

Den wichtigste Satz sagte er aber am Anfang des Interviews: «Das Thema ist für mich erledigt und nicht mehr wichtig.» Das sollte es für uns alle sein. Xhaka hat sich zur Schweiz bekannt und die Schweiz kann sich glücklich schätzen, dass sie sich auf dem Weg zur WM 2018 in Moskau auf einen solch überragenden Spieler stützen kann.

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