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Lothar Matthäus (48) ist überzeugt: «Israel hätte um den Gruppensieg mitspielen können. Die einzelnen Spieler sind technisch sehr stark, sehr dribbelstark.»
Der zurzeit arbeitslose Trainer weiss, wie die Israelis ticken, was sie fussballerisch draufhaben. Von April 2008 bis Juni 2009 trainierte er den israelischen Spitzenklub Maccabi Netanya. «Im Hinspiel holte die Schweiz nur dank zwei Standardsituationen einen Punkt.»
Ein direkt verwandelter Freistoss von Hakan Yakin und ein Kopfballtor von Blaise Nkufo nach einem weiteren Yakin-Freistoss brachten die Schweizer Nati mit 2:0 in Führung.
Wie die Israeli in der Nachspielzeit den Ausgleich noch erzwangen, spricht für deren Kämpfermentalität.
Wird Israel also trotz der Milli-My-Chance – Israel müsste die Schweiz schlagen und die Griechen gegen Luxemburg Punkte liegen lassen – nochmals alles geben? Matthäus zweifelt: «Die Israeli werden den Match locker angehen. Sie sind als Mannschaft nicht gefestigt, kein richtiges Team.»
Dies unterstreicht auch Israels Auftritt auf der Hinreise in die Schweiz: Anstatt in offiziellen Trainingsanzügen oder in Schale gekleidet, reisen die Stars in ihren Freizeitkleidern an. Im Flugzeug sitzen sie nicht als Gruppe, sondern verteilt in der Eco-Class. Für den Weltfussballer von 1990 und 1991 ist die Schweiz klarer Favorit.
«Ein Punkt reicht zwar, aber die Schweiz wird gewinnen. Die Schweizer werden in Führung gehen, und dann lassen die sowieso auswärtsschwachen Israelis die Flügel hängen.» So sei die israelische Mentalität. «Ums kurz zu machen: Die Schweiz qualifiziert sich direkt für die WM.»