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Int. Freundschaftsspiele
Schweiz
vs.
Rumänien
Beginn: 30.05.2012 20:15 Uhr
Wetter: 7°C, Wolkenfelder, kaum Regen, Regenwahrscheinlichkeit 15%

0:1 gegen Rumänien Inler: «Waren ganzes Spiel unsicher»

Von den Luzerner Fans ausgepfiffen. Die Schweiz fährt mit einer Niederlage in den Urlaub. Und das 5:3 gegen Deutschland ist schon weit weg.

  • Publiziert: 30.05.2012, Aktualisiert: 31.05.2012
  • Von Max Kern, Andreas Böni (Text) und Toto Marti (Fotos)
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Es läuft die 94. Minute in der Luzerner swissporarena. Barnetta tritt einen Freistoss. Die Schweizer Türme Derdiyok, Senderos und Djourou stehen bereit. Djourou erwischt den Ball mit dem Kopf. Doch Rumäniens Goalie Lobont lenkt über die Latte. Auch der 9. Corner (Rumänien hatte 0) bringt nichts mehr. Es bleibt dabei: Bittere 0:1-Niederlage gegen Rumänien.

Klares Fazit: Wenn die Elf von Ottmar Hitzfeld gegen einen defensiven Gegner das Heft in die Hand nehmen muss, harzt es. Da muss sich der Coach vor den ersten WM-Quali-Spielen gegen Slowenien (7. September) und Albanien (11. September) noch etwas einfallen lassen. Hitzfeld sagt: «Wir wissen, dass wir noch einige Arbeit vor uns haben. Vielleicht war das nach der grossartigen Leistung gegen Deutschland ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt.»

Es ist schon ein nervöser Beginn der Schweizer beim ersten Auftritt in Luzern seit 15 Jahren. Djourou, Ziegler und Inler leisten sich blöde Ballverluste, dreimal wird’s für Goalie Yann Sommer bei seiner Nati-Premiere ganz heiss.

Die Rumänen mauern mit 10 Mann. Wie man ihren Riegel durchbricht, zeigt, nicht zur Nachahmung empfohlen, ein rumänischer Flitzer mit Kappe. Er sprintet aufs Feld, bringt seine Botschaft «Justice for Kosova» (Gerechtigkeit für Kosova) unter die Leute. Der Sicherheitsdienst döst lange vor sich hin, bevor der Eindringling endlich abgeführt wird.

Gegen Ende der ersten Hälfte kommt die Hitzfeld-Elf dann aber immer besser auf. Linksverteidiger Ziegler verfehlt aus 30 Meter das Tor nur knapp. Derdiyoks Kopfball (nach Xhaka-Corner) streift am rumänischen Gehäuse vorbei. Doch der Funken springt noch nicht aufs Luzerner Publikum über. Die Fanfaren von Trompeten-Sigi («Attacke») sind bestens zu hören.

Auch in Hälfte zwei wird hinten weiter gepatzert. Lichtsteiners Fehler führt zum Gegentreffer. Xhaka bleibt bei einer Flanke wie angewurzelt stehen. Grozav trifft per Kopf.

Hitzfeld bringt Emeghara und den Luzerner Debütanten Winter. Wenigstens erwacht nun das Publikum. Am Schluss gibt’s trotzdem Pfiffe mit in die Ferien.

Schweiz - Rumänien 0:1 (0:0)

Swisspor-Arena, Luzern. - 11'850 Zuschauer. - SR Moen (No)

Tor: 56. Grozav (Torje) 0:1

Schweiz:
Sommer; Lichtsteiner, Senderos, Djourou, Ziegler (85. Morganella); Inler, Xhaka (76. Wiss); Stocker (64. Emeghara), Mehmedi (64. Winter), Barnetta; Derdiyok

Rumänien:
Lobont; Papp, Gaman (85. Goian), Chiriches, Rat; Bourceanu (55. Grigore), Florescu (55. Lazar); Torje (82. Maxim), Grozav (66. Chipciu), Tanase; Niculae (52. Alexe)

Bemerkungen: Schweiz ohne Dzemaili, Shaqiri, Behrami, Rodriguez (alle verletzt), Benaglio, Wölfli (beide Ersatzgoalie), Fernandes, Von Bergen, Affolter (alle nicht eingesetzt). Verwarnung: 80. Chiriches (Foul).