Inler: Ich liebe Luxemburgerli

  • Publiziert: 10.09.2008, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Max Kern, Andreas Böni

Mmmmh, süss sind sie, richtige Muntermacher, diese Luxemburgerli. So richtig zum Vernaschen.

Luxemburger sind heute ab 20.30 Uhr (SF 2 live) unsere Gegner. Kicker aus dem Kleinstaat mit nur 438 800 Einwohnern. Die Gefahr besteht, dass die Schweizer im zweiten WM-Qualifikationsspiel unter Coach Ottmar Hitzfeld ihre Gegner unterschätzen. Frei nach dem Motto: Süss sind sie, diese Luxemburgerli.

Luxemburgerli, eine geschützte Marke der Confiserie Sprüngli in Zürich, sind zarte, gefüllte Makrönchen mit Vanille-, Schokoladen- oder Champagner-Aroma. Das Grundrezept für die weltbekannten Süssigkeiten brachte ein Luxemburger Lehrling vor 50 Jahren zu Sprüngli.

«Ich respektiere jeden Gegner»

Gökhan Inler (24), der unter Coach Hitzfeld zum Team-Leader heranwächst, steckte sich gestern zur Probe schon einmal ein Luxemburgerli zwischen die Zähne. Reinbeissen mochte der bissige Mittelfeldspieler allerdings noch nicht. «Ich respektiere jeden Gegner. Diese Luxemburger sind keine Zwerge. Es gibt im Fussball immer wieder Überraschungen. Wir müssen extrem konzentriert zu Werke gehen, damit wir dieses Spiel gewinnen.»

Dass das Spiel heute kein Zuckerschlecken werden kann, davor warnt auch Coach Hitzfeld. «Luxemburg agiert sehr defensiv, verteidigt mit zehn Mann. Sie
spielen ein 4-5-1- oder ein 6-3-1-System. Dieses Abwehr-Bollwerk der Luxemburger gilt es für uns zu knacken.»

Taktisch wird Hitzfeld sein Team im Vergleich zum 2:2 in Israel leicht verändern, er wird zwei statt nur einen Stürmer auflaufen lassen. Der Coach: «Wir werden mehr Offensiv-Potenzial auf dem Platz haben. Wenn alles normal läuft, wird Alex Frei von Anfang an spielen.»

Rückkehr des Rekord-Schützen

Drei Monate und drei Tage nach seinem schmerzlichen Out beim EM-Eröffnungsspiel gegen Tschechien wird der Nati-Rekord-Torschütze (35 Treffer in 60 Länderspielen) heute in der Nati zu seinem ersten Ernstkampf kommen.

Hitzfeld: «Ich hoffe, dass Alex der Mannschaft Impulse gibt. Er hat Übersicht, kann die letzten Pässe schlagen. Und er ist der Kapitän dieser Mannschaft.» Frei wird neben Blaise Nkufo spielen.

Die Rückkehr des Dortmunders Frei hat für die Spieler auch die angenehme Begleiterscheinung, dass endlich über die Prämien gefeilscht werden konnte. Mit Ersatz-Captain Ludovic Magnin (29), Benjamin Huggel (31) und Christoph Spycher (30) handelte Frei mit dem Nati-Delegierten Ernst Lämmli die Bonifikation aus – für Punktgewinne in der Qualifikation und das allfällige Erreichen der WM-Endrunde 2010 in Südafrika. Die ausgehandelten Summen müssen jetzt vom Zentralvorstand des SFV noch abgesegnet werden.

P.S. Der Preis für die Luxemburgerli steht schon länger fest: 97 Fr. kostet ein Kilo von dieser zuckersüssen Schleckerei. Über Risiken und Nebenwirkungen beim Verzehr dieser Luxemburger können Sie sich morgen beim Nati-Spielers ihres Vertrauens informieren.

Schweiz — Luxemburg, Kickoff: 20.30 Uhr (Live, SF2)