Nach SF-Ruefer spricht nun auch der Nati-Coach Ottmar Hitzfeld deutliche Worte. «Die Spieler mit albanischem Hintergrund waren nervlich angeschlagen.»
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Xhaka-Grosschance in der 84. Minute.
(Toto Marti)Noch ist es ein weiter Weg bis zur WM 2014 in Brasilien. Man stehe erst etwa bei Kilometer 8 im Marathon der Quali, erklärt ein gelöster Ottmar Hitzfeld heute in Luzern.
Doch die neuen jungen Wilden machen auch dem zweifachen Champions-League-Sieger Spass. «Sie sind reifer als andere Generationen. Sie wachsen mit den Medien auf, sind selbstbewusster», sagt der 63-Jährige am Tag nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel zu Blick.ch.
Er freue sich, dass Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri nach dem Umbruch hauptverantwortlich seien für die guten Resultate. «Sie sind aber noch jung und müssen geführt werden», sagt Hitzfeld.
Den Charakter-Test haben der 19-jährige Xhaka und der 20-jährige Shaqiri aber bestanden. «Die Spieler mit albanischem Hintergrund waren nervlich angeschlagen.» Doch beide hätten den Belastungen schon in jungen Jahren standgehalten, lobt Hitzfeld. Sie würden zu Superstars gemacht, obwohl sie auch menschliche Qualitäten ins Team einbringen, so Hitzfeld.
Interessant werde es sein, die weitere Persönlichkeitsentwicklung zu verfolgen. Dass Xhaka das vermeintlich sichere 3:0 vergab, schreibt der Nati-Trainer aber nicht den gellenden Pfiffen der albanischen Fans im Stadion zu: «Er war viel gelaufen und deshalb müde. Aber klar, er muss das Tor machen.»
Xhaka zeige die Unbekümmertheit der Jugend, die der Nati guttue, Shaqiri bringe als Bayern-Spieler die Klasse mit, um ein Spiel zu entscheiden.
Am 12. Oktober steigt das Heimspiel gegen Norwegen. «Wenn sie in Bern verlieren, wird es schwierig für sie mit dem Gruppensieg. Dementsprechend werden sie auftreten», sagt Hitzfeld. Doch Grund zur Sorge hat der Lörracher momentan nicht.
Hitzfeld scheint seine Elf gefunden zu haben. Die Innenverteidigung mit Djourou und von Bergen hat überzeugt. Für Senderos (Fulham) dürfte es schwierig werden, auch wenn er dem Team via Twitter gratulierte und ankündigte: «Ich werde bald zurück sein.» Hitzfeld: «Er muss jetzt erstmal im Klub spielen. Senderos ist ein wichtiger Mann. Er ist immer ein Thema, aber muss jetzt im Klub ein paar Spiele machen, er war lange verletzt.»
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