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Die grosse Frage beim Nati-Staff: Ist Wüsten-Kicker Yakin für die beiden nächsten WM-Qualifikationsspiele gegen Lettland (11. Oktober) und Ex-Europameister Griechenland (15. Oktober) wirklich fit genug?
15 Tage sind seit der denkwürdigen 1:2-Heimschlappe gegen Luxemburg vergangen. Während Hitzfelds Leistungsträger wie Gökhan Inler (Udine), Stephan Lichtsteiner (Lazio Rom), Valon Behrami (West Ham United), Diego Benaglio (Wolfsburg) und Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) in den Top-Ligen Europas Runde für Runde ihren Mann stehen, verabschiedete sich Diva Yakin in die Wüste.
In der Qatari League, dem Paradies für alternde Stars aus Europa und Südamerika, spielte Ex-YB-Regisseur Yakin mit seinem neuen Klub Al Gharafa bisher zwei Meisterschafts-Partien. Auf dem Papier liest sich Yakins Leistungsausweis so: zwei Spiele, zwei Siege, ein Tor, zwei Assists.
Kann Yakin weiter international mithalten?
Nicht schlecht. Aber was sind diese nackten Zahlen im internationalen Vergleich wert? Konnte Yakin seinen Formstand in der Wüste halten? Ist es kein zu grosses Risiko, bei den beiden vorentscheidenden Spielen auf dem Weg zur WM 2010 auf Yakin zu setzen?
Fragen, die sich wohl auch Nati-Coach Ottmar Hitzfeld stellt. Er schickte einen Sonderbeauftragten nach Katar. Gestern Abend flog U20-Trainer Martin Trümpler (60) via München an den Golf.
Hitzfeld zu BLICK: «In Europa können wir alle unsere Spieler beobachten. Wir möchten auch die Liga von Katar realistisch einschätzen. Ebenso die Leistung von Hakan in der Qatari League. Deshalb besucht ihn Martin Trümpler. Er wird ein Spiel von Hakan sehen.»
Bei Al Sadd vs. Al Gharafa, dem Duell zwischen Ex-Meister und Meister, wird Trümpler am Samstag ab 17.30 Uhr Katari-Zeit, mit Notizblock ausgerüstet, im Jassim Bin Hamad-Stadion sitzen und nur Augen für den 72-fachen Internationalen Yakin haben.
Zweifelt Hitzfeld am Fitness-Zustand seines Spielmachers?
Extra-Training
Der Nati-Coach: «Nein. Und wir haben Hakan ja auch noch zusätzlich ein Trainingsprogramm mitgegeben.» Damit er in der Wüste Sonderschichten schieben kann.
Am Sonntag fliegt der Sonderbeauftragte Trümpler wieder in die Schweiz zurück. Und wird seinen Bericht Nati-Coach Ottmar Hitzfeld übermitteln.
Good News erhielt Hitzfeld bereits vorgestern Abend vor dem Fernseher: Er sah seinen Captain Alex Frei mit Dortmund beim Cupsieg gegen Hertha Berlin (2:1 nach Verlängerung). Hitzfeld: «Dass Alex erstmals durchgespielt hat –und das gleich über zwei Stunden – ist erfreulich. Jetzt müssen wir mal abwarten, wie sein Knie reagiert.»
P.S. Hitzfeld ist eben von einer Uefa-Trainer-Tagung aus Wien zurückgekehrt. Er traf dort auch auf seinen Vorgänger Köbi Kuhn. Hitzfeld: «Es war schön, mit Köbi zusammenzusitzen.» Sprachen die beiden auch über die Luxemburg-Pleite? Hitzfeld lächelt: «Nein, lieber nicht.»
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Alter Bekannter: Martin Trümpler beobachtete Hakan Yakin schon zu YB-Zeiten regelmässig. (Sven Thomann)