Das schreibt Kubilay Türkyilmaz im BLICK
Eigentlich war das England-Spiel bereits verloren, bevor es begonnen hatte, mit dieser eigentümlichen Aufstellung. Wir spielen gegen einen Grossen des Weltfussballs und glauben, mit zwei offensiven Flügeln, Degen und Margairaz, bestehen zu können. Fragen Sie mal Lichtsteiner und Ziegler, wie die sich gefühlt haben.
Wenn Ottmar Hitzfeld sich beklagt, dass Frei und Derdiyok keine Bälle erhalten haben, dann ist das seitens des Trainers auch Selbstkritik. Hitzfeld hat keine Lösungen gefunden, unser Spiel gefährlich zu machen. Und dies seit er Nationaltrainer ist.
Natürlich haben wir nicht dieselbe Qualität im Kader wie die Briten. Also muss man nach Lösungen suchen. Zum Beispiel stehende Bälle bis zum Exzess trainieren. Doch unsere Corners sind in den letzten Spielen samt und sonders genau gleich geschlagen worden. Entsprechend ungefährlich waren sie.
Wenn der Coach sagt, die Spieler hätten ihn enttäuscht, so ist das nur die halbe Wahrheit. Den Trainer trifft selbst auch Schuld. Hitzfeld war ein grossartiger Klubtrainer. Aber da hatte er Klasse-Spieler, die selbst nach Lösungen suchten. Sein Job war es, eine Ansammlung von Stars zu verwalten. Das hat er sensationell gemacht. Ich glaube aber, zur Führung einer Landesauswahl ist Hitzfeld der Falsche. Das Spiel in Montenegro wird die Wahrheit an den Tag bringen. Hoffentlich ist es dann nicht schon zu spät.