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Alex Frei und Ottmar Hitzfeld wollen gemeinsam noch viel erreichen. (Keystone)
Herr Hitzfeld, ein Heilpraktiker half Ihnen wegen Schlafstörungen. Was können Sie darüber erzählen?
Ottmar Hitzfeld: Das war so vor sechs, sieben Jahren, als ich Trainer beim FC Bayern war. Ich war ziemlich ermüdet, von Stress geplagt. Ich war einfach überdreht und hatte Schlafstörungen.
Wie kamen Sie auf die Idee, zu einem Heilpraktiker zu gehen?
Jener Heilpraktiker behandelte schon verschiedene Bayern-Spieler, die nur schlecht regenerieren konnten. Als Profi und auch als Trainer musst du alles ausprobieren, um das Maximum aus dir rausholen zu können. Deswegen war ich alle zwei, drei Wochen da.
Schlafen Sie heute als Nati-Trainer gut?
Viel besser. Der Praxisbesuch war ein Beitrag für meine Besserung. Heute geht es mir gut.
Lassen Sie uns ein bisschen über die Nationalmannschaft reden. Ihr Captain Alex Frei gibt am Sonntag gegen Sion sein Debüt für den FC Basel. Wie beurteilen Sie den Wechsel? Ich stehe diesem Wechsel sehr wohlwollend gegenüber.
Er ist als klarer Leistungsträger beim FC Basel gesetzt, sowohl der Verein wie auch der Trainer werden also voll hinter ihm stehen. Mit solchen Voraussetzungen kann man Leistung bringen.
Da schwingt ein Vorwurf an Dortmunds Trainer Jürgen Klopp mit. Mit dem konnte Frei gar nicht.
Sagen wir es so: Ich hatte schon ein wenig Angst, dass Alex Frei nicht regelmässig spielt. Der Trainer stand nicht unbedingt hinter ihm. Bei einer kleinen Krise wäre Alex Frei wahrscheinlich in Dortmund aus dem Team geflogen.
Gut, aber er hätte gegen Mannschaften wie Bayern München gespielt. Haben Sie keine Angst, dass er in der Schweiz sich dem Niveau anpassen könnte?
Nein. Der FC Basel ist ein Spitzenklub, da ist er immer gefordert. Ausserdem ist er extrem ehrgeizig, er wird hundertprozentig sicher nicht nachlassen. Er wird auf seinem Niveau bleiben.
Auch Johan Vonlanthen und Hakan Yakin kamen zurück. Da werden sich deren Chancen auf ein Nati-Aufgebot sicher verbessern.
Es ist doch für die Schweizer Liga toll, dass solche Spieler zurückkehren. Und ich habe ja immer gesagt: Besser Stammspieler in der Super League als im Ausland auf der Bank zu sitzen.
Was ist mit Tranquillo Barnetta? Er hat Ende Saison verlauten lassen, er wolle Bayer Leverkusen verlassen.
Ich war am Donnerstag bei Bayer Leverkusen im Trainingslager und habe mit ihm gesprochen. So wie es aussieht, wird er bleiben. Leverkusen will ihn unbedingt behalten. Ich habe mich auch mit Trainer Jupp Heynckes unterhalten.
Was spürten Sie da raus? Wird Tranquillo Barnetta den Weg in die Formation finden, nachdem er den Stammplatz letzte Saison kurzzeitig verloren hatte?
Zu Beginn der Saison wird ihn Heynckes aufstellen. Wie übrigens auch Eren Derdiyok. Dann müssen die beiden Leistung bringen, um in der Mannschaft zu bleiben.
Schlussfrage: Der Verband will Ihren Vertrag unbedingt vorzeitig bis 2012 verlängern. Gab es bereits Gespräche?
Darüber will ich keine Wasserstandsmeldungen abgeben.