Hitzfeld checkt die Nati-Stars «Ich verstehe Schärs Trainer nicht»

BLICK-Kolumnist Ottmar Hitzfeld spricht im Skype-Talk Klartext!

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«Xhakas Vorbild muss Thierry Henry sein»

Ottmar Hitzfeld über Granit Xhaka: «Es ist eine grosse Herausforderung, wenn man von Gladbach zu Arsenal geht. Die läuferischen und körperlichen Anforderungen sind viel höher. Ich habe vor kurzem mit Arsène Wenger gesprochen. Er sagte mir, Thierry Henry hätte auch lange gebraucht zu Beginn, um das Arsenal-Gen zu finden und die Spielphilosophie zu verinnerlichen. Dann sei Henry Meister und Torschützenkönig geworden. So ähnlich ist es jetzt bei Granit. Wenger sagt, er sei ein Mann für die Zukunft, denn er ist ja noch sehr jung für eine solch verantwortungsvolle Position im Arsenal-Mittelfeld. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich Xhaka durchsetzen wird – darum habe ich ihn ja mit 18 Jahren in der Schweizer Nati schon eingesetzt. Weil man sah, was für ein riesiges Talent er ist und welche Spielintelligenz er besitzt.»

«Rodriguez sollte links spielen»

Ottmar Hitzfeld über Ricardo Rodriguez: «Ich war erstaunt, dass Rici Rodriguez plötzlich Innenverteidiger spielt. Er hat auf der linken Seite absolutes Weltklasse-Niveau. Natürlich kann er Innenverteidiger spielen, er kann von der Spielintelligenz her auch Mittelstürmer spielen. Aber er braucht Zeit für die Umstellung im Zentrum. Plötzlich hast Du Kopfball-Duelle, 1:1-Situationen, musst taktische Finessen erkennen. Das geht nicht von heute auf morgen. Dazu kommt, dass auch viele Mitspieler nicht in Form sind. Ich glaube, dass er mittelfristig wieder auf der linken Abwehrseite spielen wird. Er ist prädestiniert, auf der Seite die Pässe und Flanken zu schlagen. Seine Coolness in kritischen Situationen einzubringen. Zudem hat er immer noch Innenverteidiger, die ihn absichern, denn der schnellste ist er nicht.»

«Ich verstehe Schärs Trainer nicht»

Ottmar Hitzfeld über Fabian Schär:«Er ist ein Spieler, der eine sehr hohe Spielintelligenz hat. Aber er braucht das volle Vertrauen seines Trainers. Ich verstehe Julian Nagelsmann bei Hoffenheim nicht ganz, dass er ihn so auswechselt nach 36 und 45 Minuten. Dass er ihn mal bringt, dass er ihn wieder rausnimmt, dass er mal Dreier-, mal Viererkette spielt. Es ist immer die Suche nach der idealen Lösung. Aber wenn man zuviel experimentiert, kann man nicht die Sicherheit der Spieler verlangen. Die hat man nur, wenn man regelmässig zum Einsatz kommt. Ob er im Winter wechseln soll? Ich glaube, dass Fabian Schär das Gespräch mit dem Trainer suchen muss, ob er voll auf ihn baut. Und dann entscheiden.»

«Djourou ohne Not entmachtet»

Ottmar Hitzfeld über Johan Djourou: «Ich bin selbst erschrocken, dass Trainer Markus Gisdol Johan Djourou die Binde weggenommen hat. Ich habe vor ein paar Monaten mit ihm telefoniert und bin überrascht, dass er den Captain ohne Not austauscht und entmachtet. Djourou ist ein loyaler Spieler, ein Teamleader, der immer positiv ist. Von daher hatte ich wenig Verständnis, dass man ihn degradiert und ihm so 10 bis 20 Prozent des Selbstvertrauens nimmt. Bei einer Defensive, die wie die ganze Mannschaft des HSV schlecht organisiert ist, fällt das doppelt und dreifach ins Gewicht.»

«Lichtsteiner soll bei Juve bleiben»

Ottmar Hitzfeld über Stephan Lichtsteiner: «Wenn man beim italienischen Rekordmeister sein kann, dann ist das eine Auszeichnung. Fünf Mal hintereinander Meister, in der Champions League jedes Jahr Viertel- oder Halbfinal, selbst mal im Endspiel – da wäre es ein Fehler, wenn man nun einfach wechseln würde. Aber klar, Voraussetzung dafür ist schon, dass er spielt. Ich denke, das wird auch passieren, denn für Alves ist die Saison gelaufen. Bis er nach dem Beinbruch zurückkommt, wird es März sein. Da wird er lange brauchen, um wieder Fuss zu fassen – gerade in der Champions League sind die Ansprüche zu hoch nach so einer Verletzung. Daher bin ich überzeugt, dass Stephan Lichtsteiner für die Champions League gemeldet wird.»

«Stoke ist nicht so spannend für Shaqiri»

Ottmar Hitzfeld über Xherdan Shaqiri: «Ich habe mich geärgert, dass er zu früh von Bayern München weg ist zu Inter Mailand. Ich bin überzeugt davon, dass er bei Bayern Stammspieler geworden wäre über kurz oder lang. Bei Stoke spielt er in der Premier League, aber die Mannschaft irrt im Niemandsland herum. Mal hinten, dann holen sie wieder auf. Das ist nicht unbedingt spannend, aber wenn er jetzt regelmässig spielt und nicht zu viele Muskelprobleme hat, dann werden sicherlich wieder Grossklubs auf ihn aufmerksam. Ich würde es bedauern, wenn er ewig bei Stoke spielen würde. Er hat das Potenzial bei einer Spitzenmannschaft Karriere zu machen.»

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016

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15 Kommentare
  • Donato  Maurer , via Facebook 02.12.2016
    Bin mit vielem was Hitzfeld so sagt eigentlich einverstanden, nur zum Thema Djourou absolut rein gar nicht! Das der als Captain abgesetzt wurde, war schon lange fällig! Er ist auch kein Leader, höchstens im Fehler produzieren! Djourou ist zur Zeit faktisch der schwächste Innenverteidiger der Bundesliga, das belegen Fakten! Beim besten Willen, so jemand kann dan ja nicht ernsthaft Captain sein!
  • Paul  Neidhart aus Zürich
    01.12.2016
    Rodriguez als Einbeiniger in der IV? komplette Fehlbesetzung
    wenn Schär schlecht spielt kommt die Bank ganz einfach.
    Selbstvertrauen muss man sich selber erarbeiten im Training -wers nicht hat ist im falschen Beruf!
  • Heinz  Waterkamp 01.12.2016
    Hitzfeld schreibt für die Stammleserschaft nach den Mund und polarisiert. Er ist Realist genug um zu wissen dass die Massnahmen der Clubs schon berechtigt sind.
  • Marc  Stucki aus Zuerich
    01.12.2016
    Fabian Schaer generiert durch seine Fehler pro Match 1-2 Torchancen fuer den Gegner. Dies selbst gegen Fussballzwerge. Was gibt es da nicht zu verstehen, dass er in der Bundesliga nur Ersatz ist? Sein letzter Einsatz war mal wieder grandios.
    • Pedro  Müller 01.12.2016
      Wenn er nie spielt, dann kann er gar nicht von 0 auf 100 gut sein.

      Und dann gibt es ja auch Stürmer die machen aus 10 Grosschancen kein Tor, was auch Fähler waren. Aber wenn Schär einmal falsch klärt dann ist er für sie schon abgehackt?
    • Marc  Stucki aus Zuerich
      01.12.2016
      @Pedro Müller

      Sie scheinen nicht verstanden zu haben, dass Fabian Schär in der Bundesliga spielt. In der Bundesliga muss man jedes Wochenende eine Topleistung erbringen, sonst ist ein anderer da, welcher deinen Platz übernimmt. Fabian Schär hatte X-Chance bei Hoffenheim und hat keine genutzt. Seferovic ist ja auch ein Chancentod und deswegen mehrheitlich nicht mehr von Beginn dabei.
    • Pedro  Müller 01.12.2016
      Das stimmt nicht, Schär hat seine Leistungen gezeigt, dass einmal ein Tief kommt, das ist menschlich!
  • Thomas  Kuhndt 01.12.2016
    Kann es eventuell sein, dass Hitzfeld viel zu weit vom jeweiligen Geschehen in den einzelnen Clubs entfernt ist, um sich ein derart aus dem Fenster zu lehnen? Was er von sich gibt, kann jeder normalo-Fan auch von sich geben.