Hitzfeld bleibt Schweizer Nati-Coach

MURI - Jetzt ist es amtlich. Wie der BLICK vergangenen Mittwoch exklusiv berichtete, bleibt Ottmar Hitzfeld der Schweiz als Nati-Trainer treu.

  • Publiziert: 14.08.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
play Ottmar Hitzfeld beim Italien-Spiel mit Marcello Lippi. Bis 2012 werden noch viele hochklassige Duelle als Schweizer Nati-Coach auf den Lörracher warten. (Keystone)

Ottmar Hitzfeld (60) bleibt bis Juni 2012 Coach der Schweiz Nationalmannschaft. Der deutsche Star-Trainer und der SFV verlängerten wie erwartet die Zusammenarbeit um zwei Jahre.

Die Verlängerung mit Hitzfeld hatte für Peter Stadelmann, der seit zwei Monaten Delegierter der Nationalmannschaft ist, Priorität. Der Ostschweizer Anwalt machte rasch Nägel mit Köpfen. Mit Hitzfeld war er sich schon seit Tagen einig, nun gab am Freitag auch der SFV-Zentralvorstand grünes Licht für ein weiteres Engagement des Coaches. «Es war eigentlich keine Vertragsverhandlung, sondern ein Gespräch in einer lockeren, freundschaftlichen Atmosphäre», sagte SFV-Präsident Peter Gilliéron.

Hitzfeld mit beeindruckender Bilanz

Für den Schweizer Fussball ist Hitzfeld ein «Glücksfall» und «die perfekte Lösung» (Stadelmann). Für den Deutschen ist die SFV-Auswahl offenbar weiterhin eine reizvolle Aufgabe. Andere Anfragen interessierten ihn in den letzten Monaten nicht. Er sah sich nicht als Interimstrainer bei Bayern München, er lehnte kürzlich auch ein Angebot aus der Bundesliga als Sportchef ab. «Einen solchen Job habe ich einst in Dortmund gemacht. Das ist nichts für mich», so Hitzfeld. Ohnehin scheint die Arbeit als Schweizer Nationalcoach für Hitzfeld eine Herzensangelegenheit zu sein. «Ich fühle mich als Schweizer, habe mehr Zeit in diesem Land verbracht als in Deutschland.»

Hitzfelds Bilanz als Trainer der SFV-Auswahl ist trotz der unvergesslichen Luxemburg-Blamage beachtlich. In zehn Spielen unter seiner Leitung gewann die Schweiz sechsmal, dreimal gab es ein Remis, und nur einmal, eben gegen Luxemburg, verlor sie. (Si/sme)