Marco Streller nach Pfiffen und Sprechchören «Ein unglaublich schönes Gefühl»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Interview: Andreas Böni
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Beim Nati-Test gegen Uruguay wurde Marco Streller erst wieder ausgepfiffen und dann gefeiert. Das sagt der Stürmer.

Herr Streller, beim Länderspiel in St. Gallen gabs Pfiffe gegen Sie, aber auch Sprechchöre für Sie. Wie gehen Sie damit um?
Marco Streller: Es war ein unglaublich schönes Gefühl, als die Mehrheit der Zuschauer meinen Namen skandierte. Richtig schön. Das andere prallt an mir ab. Ich wünschte, ich hätte die Pfiffe schon früher so ignorieren können wie jetzt.

Sie haben in der ersten Halbzeit einen Penalty herausgeholt. Warum haben Sie ihn nicht selbst geschossen?
Eben weil ich ihn selbst rausgeholt habe. In solchen Momenten bin ich abergläubisch. Man sagt ja, dass der Gefoulte nicht selbst schiessen sollte. Und zudem hat sich «Gögi» Inler den Ball gleich geschnappt und reingemacht.

Kurz nach dem Penalty liefen Sie alleine auf den uruguayischen Goalie zu. Der Treffer zum 2:0 wäre die Krönung ihrer guten Leistung gewesen. Was ging schief?
Das Problem war, dass ich den Ball über den herauslaufenden Torhüter heben wollte. Genau in diesem Moment fiel der Ball aber in ein Loch und der Abschluss ist mir völlig misslungen. Da war nichts mehr zu machen. Aber Sie haben recht, bei dem Lauf, den ich zurzeit habe, muss ich den Ball eigentlich reinmachen.

Sie mussten zur Pause verletzt raus. Warum?
Ich hatte eine Muskelverhärtung im Oberschenkel. Ich wollte aber unbedingt weiterspielen. Es hat wehgetan, mich auswechseln lassen zu müssen, vor allem da es um die Plätze im WM-Kader geht. Aber die Physiotherapeuten haben gesagt, ich solle besser nicht mehr spielen, da ich mit Basel schon am Samstag wieder gegen GC spiele. Es war wohl die richtige Entscheidung.

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