U17-Held im Chat: Rodriguez ehrlich: «Ja, es gab auch ein, zwei Bier»
U17-Held Ricardo Rodriguez (FCZ) gibt im Blick.ch-Chat offen Auskunft über die wilde Party-Nacht nach dem WM-Final.
Wie haben die U17-Giganten die Nacht nach dem gewonnenen WM-Final verbracht? «Ohne Schlaf», antwortet Ricardo und gibt zu: «Ja, es gab auch ein, zwei Bier.» Mehr aber nicht, schliesslich sind die Weltmeister gerade mal 17 Jahre alt.
Die paar Biere haben sie sich an der tollen WM in Nigeria auch verdient. Eine Prämie gab es nicht. «Geld haben wir nicht bekommen. Aber das ist auch nicht wichtig, denn es war eine super Erfahrung und das werden wir nie mehr erleben», weiss Ricardo, für den ein Wechsel vom FCZ zu GC nicht in Frage kommt.
Übrigens: Die weiblichen Fans sollten sich besser beeilen. Denn Ricardo hat noch keine Freundin und hofft anscheinend noch auf ganz spezielle Post. «Einen Heiratsantrag habe ich bisher noch nicht bekommen. Aber ich habe meine ganze Fanpost noch nicht durchgesehen, vielleicht hat es ja einen dabei.» (sme)
Das gesamte Chat-Protokoll
Fabio Müller, Hochdorf: Werden sie für die Schweizer A-Nati spielen? Wie denken die Mannschaftskollegen darüber?
Ricardo Rodriguez: Ich bin in der Schweiz geboren und sehr stolz, dass ich für die Schweiz spielen kann. Ich würde auch gerne in der Zukunft für die Schweiz spielen. Dieser Erfolg hat uns zusammengeschweisst.
Armando Pasquale, Zurigo: Hallo. Käme ein Wechsel zum Grasshopper Club in Frage?
Ricardo Rodriguez: Kommt nicht in Frage, denn mein Herz schlägt nur für den FCZ.
Calò Salvatore, Zürich: Was für ein Verhältnis hast du zu deiner Familie und Verwandten, insbesondere deinen Cousins Leonardo und Michele Pangellieri, zwei gute Kollegen von mir? Gibt es ab und zu auch Konkurrenzkampf zwischen deinem Bruder Roberto, ebenfalls ein guter Kollege, und dir? Er spielt ja beim FC Wil in der Challenge League.
Ricardo Rodriguez: Wir haben ein enges Verhältnis in der Familie. Diese Personen sind sehr wichtig für mich. Da gibt es keinen Konkurrenzkampf. Wir wünschen uns nur das Beste.
Peter Bondurant, Zürich: Hallo Rici. Gratuliere zum Titel. Du spielst beim FCZ, dein älterer Bruder Röbi ist ein Hopper. Wie ist euer Verhältnis? Für welchen Klub schlägt das Herz der Familie Rodriguez?
Ricardo Rodriguez: Mein Bruder spielt ja jetzt nicht mehr bei GC und dadurch schlägt das Herz der ganzen Familie für den FC Zürich.
Armando Pasquale, Zurigo: Wer ist dein bester Freund in der Nationalmannschaft?
Ricardo Rodriguez: Es gibt mehrere, wir verstehen uns alle super. Am meisten Kontakt habe ich aber mit Bruno (Martignoni) und Pajtim (Kasami). Gestern habe ich bereits wieder mit Pajtim telefoniert.
Fan, Armagedon Windisch: Wie ist Sead so in der Mannschaft? Ich war mit ihm in der Klasse.
Ricardo Rodriguez: Er (Sead Hajrovic) ist ein super Typ. Aber ein bisschen ruhiger als ich :-)
Meier Marco, Luzern: Vorerst herzliche Gratulation an Sie an das ganze Team. Wer entscheidet bei Ihnen, wenn ein ausländischer Club bei Ihnen anklopft? Werden Sie dies ebenfalls mit einem Spielerberater besprechen oder werden Sie dies innerhalb Ihrer Familie tun? Weiterhin viel Glück.
Ricardo Rodriguez: Vielen Dank für die Glückwünsche. Wenn ein Verein aus dem Ausland anklopft, dann bespreche ich das mit meiner Familie und meinem Berater Di Domenico.
Patrick Diener, Embrach: Würdest du ein Angebot annehmen von einem ausländischen Klub wie ManU oder so?
Ricardo Rodriguez: Das wäre natürlich eine Ehre für mich :-) Aber meine Traumvereine sind Barcelona und Valencia.
Heinz, Zürich: Herr Rodriguez. Zuerst ganz herzliche Gratulation zu der grandiosen Leistung. Wieviele Angebote haben Sie jetzt schon auf dem Tisch. Und wieviel Geld gabs für den Titel?
Ricardo Rodriguez: Geld haben wir nicht bekommen. Aber das ist auch nicht wichtig, denn es war eine super Erfahrung und das werden wir nie mehr erleben. Verschiedene Telefonate sind eingetroffen, aber Priorität hat der FC Zürich.
Wenger Daniela, Seftigen: Das war eine echt grandiose Leistung! Wie fühlt man sich als frischgebackener Weltmeister?
Ricardo Rodriguez: Supertoll fühlt es sich an. Weltmeister wird man nicht so schnell und es ist wahrscheinlich einmalig :-) Ich geniesse es, aber hebe nicht ab.
Mitrovic Maja, Zürich: Du bist brutaaaaaaaaaal! Hast du eine Freundin?
Ricardo Rodriguez: Danke für das Kompliment :-) Zurzeit habe ich keine Freundin ...
Menezes Noelia, Winterthur: Erst mal gratuliere ich dir und deinem Team. Wie geht es weiter mit dir?
Ricardo Rodriguez: Ich spiele weiterhin beim FCZ. Bis am Montag geniesse ich die Zeit mit meiner Familie. Ab Dienstag geht es dann wieder los mit dem Training.
Redt Kaufmann, Zürich: Wie ist das vor rund 60´000 Zuschauern zu spielen? Nimmt man das überhaupt richtig wahr?
Ricardo Rodriguez: Es waren sogar mehr als 60´000 Zuschauer – wie ich gehört habe. Es war toll. Beim ersten Mal als ich ins Stadion einlief, bekam ich Hühnerhaut. Ich könnte mich an dieses Gefühl gewöhnen :-)
Javier Santana, Oerlikon: Wann trainierst du wieder mit der U21 und wen freust du dich am meisten wieder zu sehen???
Ricardo Rodriguez: Freue mich auf die ganze Mannschaft, den Trainer und den Staff. Am Dienstag geht es wieder los. Ich gebe Vollgas.
Adrian Köchli, Mellingen: Hast du eine Freundin? Hat es schon Heiratsanträge gegeben? :D
Ricardo Rodriguez: Ich habe keine Freundin. Einen Heiratsantrag habe ich noch nicht bekommen. Aber ich habe meine ganze Fanpost noch nicht durchgesehen, evtl. hat es da ja einen dabei ;-)
Steimer Rainer, Baden: Wie habt ihr die Nacht nach Eurem Titel verbracht, durften es auch ein, zwei Bier sein?
Ricardo Rodriguez: Ohne Schlaf :-) Wir hatten einen reservierten Raum im Hotel. Es gab Musik, wir tanzten und es waren auch Schweizer Fans dabei. Und ja, es gab auch ein, zwei Bier :-)
Sanna Grimaldi, Italien: Darf ich dich fragen, wie ihr alle untereinander kommuniziert? Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch oder sogar Schwitzerdütsch? Ich gratuliere euch von ganzem Herzen, ich habe das Finale auch hier in Italien gesehen. Herzlichste Grüsse und bleibt uns Schweizern treu. S.Grimaldi
Ricardo Rodriguez: Untereinander kreuz und quer. In der Theorie sprach der Trainer immer Deutsch und Französisch. Wir haben uns perfekt verstanden – das hat man ja gesehen :-)
Tamara Hellat, Dietikon: Hallo Ricardo! Gratuliere!!! Wo gehst du am Wochenende in den Ausgang?
Ricardo Rodriguez: Ich werde mit ein paar Teamkollegen und Familienmitgliedern in der Stadt Zürich unterwegs sein. Wohin wir aber gehen, ist noch nicht klar :-)
Blanc Serge, Zürich: Wie war es mit den teilweise chaotischen Zuständen in diesem Land. Hast du etwas davon gemerkt?
Ricardo Rodriguez: Es war zum Teil wirklich chaotisch. Zum Beispiel mussten wir im Stadion den zweiten Halbfinal schauen, weil draussen soviel Chaos war und wir das Stadion wegen der Sicherheit nicht verlassen konnten.
Peter Meier, Berneck: Ricardo, ist es nicht komisch, für die Schweizer Nationalmannschaft zu spielen, obwohl du den Pass erst kurz vor der WM bekommen hast?
Ricardo Rodriguez: Für mich war es das Normalste. Ich bin nicht erst Schweizer seit ich den Pass habe. Ich fühlte mich schon vorher als Schweizer.
Heinz Villiger, Höngg: Hey, herzliche Gratulation. Einfach suuuuper!!! Wer ist dein Vorbild?
Ricardo Rodriguez: Mein Vorbild ist Puyol von Barcelona.
Ricardo Rodriguez: Vielen lieben Dank für die vielen Fragen. Ich hätte noch stundenlang beantworten können, doch jetzt darf ich in die Massage :-) Vielen Dank auch für die Unterstützung während der Weltmeisterschaft und den super Empfang am Flughafen. Macheds guet, Ricardo
















