Der grosse Nati-Check Blick nennt die WM-Aufstellung

  • Publiziert: 04.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Max Kern und Andreas Böni

BLICK sagt, wer sein Bordkarte für die WM bereits in der Hand hat. Und wer noch zittern muss.

Die Swiss-Maschine mit Destination Johannesburg, Südafrika, wird am 9. Juni in Zürich-Kloten um 22.45 Uhr abheben. Die 23 Einsteigekarten verteilt Coach Ottmar Hitzfeld aber schon knapp einen Monat früher.

Zwar hätte der Lörracher die Möglichkeit, der Fifa am 11. Mai 30 Spielernamen zu nennen und später noch 7 zu streichen. Doch Hitzfeld zieht es vor, am 25. Mai mit den 23 wirklichen WM-Fahrern ins Vorbereitungscamp nach Crans-Montana VS zu fahren.

13, 14 Spieler waren, so Hitzfeld, schon vor dem Test diese Woche gegen Uruguay gesetzt.

Sind bei der 1:3-Schlappe vorgestern Neue dazugekommen? «Natürlich habe ich schon eine gewisse Rangliste im Kopf. Spieler, mit denen ich für die Stammelf plane. Solche, die ich als Joker oder Alternativen sehe. Aber meine WM-Elf weiss ich noch nicht.»

Bei den Goalies sind der zurzeit verletzte Diego Benaglio (Hitzfelds klare Nummer 1) und Marco Wölfli gesetzt. Hitzfeld: «Wölfli war am Mittwoch mit Inler der beste Mann.» Auf FCZ-Hüter Leoni als Nummer 3 will sich der Coach noch nicht festlegen.

Drei Innenverteidiger waren schon vor dem Uruguay-Test gesetzt: Senderos, Grichting und Von Bergen. Serie-B-Verteidiger Rossini wird sich mit seinem Debüt kein WM-Ticket gesichert haben. Hitzfeld: «Über kurz oder lang wird er Stammspieler sein. Aber er braucht Zeit.»

Links hinten gibts einen Dreikampf zwischen Spycher, Ziegler und Magnin um zwei Plätze. Hitzfeld: «Das wird ein schwieriger Entscheid. Ich habe Magnin noch nicht abgeschrieben.»

Für Rechtsverteidiger gibts noch einen Platz neben dem gesetzten Lichtsteiner. Philipp Degen? Oder Alain Nef?

Im Mittelfeld sind mit Inler, Huggel (fehlte gegen Norwegen), Behrami und Barnetta die vier WM-Stammplätze wohl vergeben.

Auch wenn Hitzfeld mit der Leistung von Jubilar Barnetta bei dessen 50. Länderspiel sicher nicht zufrieden war.

Der Coach: «Ich verliere nicht gerne. Und ich bin ein bisschen sauer über ein paar Leistungen von etablierten Spielern.»

Und vorne? «Viereinhalb» Stürmer will Hitzfeld mitnehmen. Was wie ein Witz klingt, kann auch ernst gemeint sein.

Die zurzeit verletzten Frei und Nkufo scheinen gesetzt. Derdiyok und Streller haben gute Chancen auf die Plätze 3 und 4.

Dann wäre da noch Hakan Yakin, halb Stürmer, halb Regisseur.

Noch 67 Tage bleiben Ottmar Hitzfeld für Gedankenspiele, dann händigt er die 23 begehrten Bordkarten aus.

Nati-Termine

11. 05. Hitzfeld gibt WM-Aufgebot bekannt

24. 05. im Kursaal in Bern 13. Nacht des Schweizer Fussballs

25. 05. bis 04. 06. in CransTrainingscamp

01. 06. Testspiel in Sion Schweiz – Costa Rica 20.15

05. 06. Testspiel in Genf Schweiz – Italien 20.45

09. 06. Zürich-Kloten Abflug nach Südafrika

16. 06. WM-Spiel in Durban
Spanien – Schweiz 16.00

21. 06. WM-Spiel in Nelson Mandela Bay Chile – Schweiz 16.00

25. 06. WM-Spiel in Mangaung Schweiz – Honduras 20:30

Die BLICK-Einschätzung

Die Einschätzung der einzelnen Nati-Spieler lesen Sie in der Print-Ausgabe von heute Freitag.

Heute im Blick

Das sagt Streller im Blick-Interview zu den Sprechchören.